Advanced TV Glossar

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1-to-many Broadcasting

Was ist 1-to-many Broadcasting?

1-to-many Broadcasting beschreibt die klassische Ausstrahlung von Fernsehwerbung im linearen TV, bei der alle Zuschauer innerhalb einer Sendung gleichzeitig dieselbe Werbung sehen.

Active Agent

Was ist Active Agent?

Active Agent ist eine DSP die vom Unternehmen Virtual Minds GmbH angeboten wird, welches den datengetriebenen und automatisierten Medieneinkauf für Werbetreibende optimieren soll. Diese DSP vereinigt Display, Mobile, Native, Video, DOOH, Cinema, Digital Audio, Linear sowie Programmatic TV und soll dabei helfen programmatische Werbeaussteuerung effizienter einzukaufen und laufend zu optimieren. Diese DSP ist eine Omnichannel-Demand-Side-Plattform (DSP) und soll eine präzise, dynamische und skalierbare Kampagnensteuerung über unterschiedliche digitale Werbekanäle hinweg ermöglichen und dauerhaft optimieren.

Ad Avails (Anzahl der Anzeigen)

Was ist Ad Avails (Anzahl der Anzeigen)?

Die Ad Avails (Anzahl der Anzeigen) ist die Gesamtzahl der Anzeigenaufrufe, die eine Website für die Darstellung von Anzeigen anbieten kann. Der Website-Betreiber oder Herausgeber kann die Anzeigenfläche direkt an Werbekunden verkaufen oder den Verkauf an einen Online-Vermittler, z. B. ein Anzeigennetzwerk oder eine Anzeigenbörse, weitergeben.

Ad Call (Anzeigenanfrage)

Was ist Ad Call (Anzeigenanfrage)?

Eine Anzeigenanfrage ist eine Anfrage nach einer Anzeige, die eine freie Stelle auf einer Website oder in einer App füllen würde. Der Browser des Nutzers oder der Content-Server der Website sendet eine Anfrage an die Ad-Tech-Plattform (Ad-Server oder Ad-Exchange), einschließlich der für die Anzeigenschaltung und Berichterstellung erforderlichen Informationen, z. B. Publisher-ID und Standort. Anschließend sendet die Werbetechnologieplattform eine entsprechende Anzeige, um die Anfrage zu erfüllen.

Ad Clutter (Werbeüberflutung)

Was ist Ad Clutter (Werbeüberflutung)?

Ad Clutter (Werbeüberflutung) ist übermäßige Werbung und stellt damit eine Form von komplexem unzulässigem Datenverkehr (SIVT), bei der die Anzahl der auf dem Bildschirm des Nutzers angezeigten Werbeanzeigen zu hoch ist. Wenn beispielsweise mehr als vier Werbeanzeigen auf dem Bildschirm angezeigt werden, kann dies als übermäßige Werbung angesehen werden, und die Anzeige kann als unzulässig gelten.

Ad Exchange (Anzeigenbörse)

Was ist eine Ad Exchange (Anzeigenbörse)?

Die Ad Exchange (Anzeigenbörse) ist ein dynamischer, nach dem Auktionsprinzip funktionierender Online-Handelsplatz, auf dem nicht verkaufte Anzeigen für verschiedene Medien, darunter Video- und Bildanzeigen, gekauft und verkauft werden.

Ad Impressions

Was sind Ad Impressions?

Als Ad Impressions wird die Auslieferung eines Werbemittels durch einen Ad Server verstanden. Diese Auslieferung wird durch die Anfrage eines Nutzers (oder seines Browsers) ausgelöst und ist von Non-Human-Traffic bereinigt.

Die Berechnung von Online-Werbung erfolgt häufig nach dem Tausend-Kontakt-Preis (TKP). Die Anzahl der Ad Impressions ist ein wichtiger Indikator, der später in Verbindung mit weiteren Leistungswerten (Klicks, Leads, Sales und Orders) genutzt werden kann, um Conversion-Verhältnisse zu ermitteln.

Ad Injection (Einblenden von Werbung)

Was ist Ad Injection (Einblenden von Werbung)?

Ad Injection (das Einblenden von Werbung) ist eine Form des illegalen Datenverkehrs (IVT), bei der Werbung ohne Zustimmung des Herausgebers oder Website-Betreibers in Programme, Websites usw. eingeblendet wird.

Ad Injection Status (Status zu geschalteten Anzeigen)

Was ist Ad Injection Status (Status zu geschalteten Anzeigen)?

Der Ad Injection Status (Status zu geschalteten Anzeigen) zeigt potenziellen Betrug durch unautorisierte Anzeigeneinblendungen an. Dabei werden Anzeigen ohne Zustimmung oder Bezahlung der Website-Betreiber oder App-Entwickler eingebunden.

Ad Network (Werbenetzwerk)

Was ist ein Ad Network (Werbenetzwerk)?

Ein Ad Network (Werbenetzwerk) ist ein Vermittler oder Makler, der mehrere Publisher mit mehreren Werbetreibenden zusammenbringt.

Ad Operations / Ad Ops

Was ist Ad Operations / Ad Ops?

Ad Operations / Ad Ops ist eine Abteilung, ein Team oder eine Funktion eines Unternehmens, die für die Verwaltung von Werbekampagnen verantwortlich ist, einschließlich deren Erstellung, Präsentation, Überwachung, Optimierung und Berichterstattung. Sie kann auf der Seite des Werbetreibenden oder des Herausgebers angesiedelt sein und verschiedene werbebezogene Technologieplattformen nutzen.

Ad Pod (Werbe-Block)

Was ist ein Ad Pod (Werbe-Block)?

Ein Ad Pod (Werbe-Block) ist eine Gruppe von Anzeigen, die nacheinander während einer Werbepause/an einer Stelle gezeigt werden, ähnlich wie bei traditionellen linearen Fernsehwerbepausen. Werbeblöcke ermöglichen es Verlagen, ihre Einnahmen aus jeder Werbepause zu maximieren, und geben Werbetreibenden mehr Kontrolle über die Platzierung ihrer Werbung.

Ad-Server

Was ist ein Ad-Server?

Ein Ad-Server ist ein datenbankgestütztes Managementsystem, das die Steuerung und Verwaltung der Auslieferung digitaler Werbemittel übernimmt.

Ad Stacking (Anzeigenstapelung)

Was ist Ad Stacking (Anzeigenstapelung)?

Ad Stacking (Anzeigenstapelung) ist eine Form des Betrugs, bei der mehrere Anzeigen übereinander auf einer Anzeigenfläche gestapelt werden, wobei für den Nutzer jedoch nur die oberste Anzeige sichtbar ist.

Ad Stitching

Was ist Ad Stitching?

Ad Stitching bezeichnet das Einfügen und Ersetzen von Werbeblöcken im Rahmen von Dynamic Ad Insertion.

→ Siehe auch Dynamic Ad Insertion

Ad Verification (Anzeigenverifizierung)

Was ist Ad Verification (Anzeigenverifizierung)?

Die Ad Verification (Anzeigenverifizierung) ist ein automatisierter, neutraler Dienst. Mithilfe technischer Markierungen liefert sie verlässliche Informationen darüber, wie und wo Anzeigen ausgeliefert und angezeigt werden. Zentrale Einsatzbereiche sind die Erkennung und Vermeidung von ungültigem Traffic (IVT) sowie die Messung der Sichtbarkeit.

Werbetreibende nutzen Anzeigenverifizierung, um sicherzustellen, dass ihre Anzeigen den festgelegten Vorgaben entsprechen – etwa in Bezug auf Website, Platzierung, Umfeld, Zielgruppe und technische sowie regulatorische Standards. Dabei wird geprüft, wann, wo und wie Anzeigen ausgespielt wurden, wer sie gesehen hat, ob sie sichtbar waren und ob sie in einem markensicheren Umfeld erschienen sind.

Anzeigenverifizierung unterstützt Werbetreibende und Publisher dabei, den Werbeprozess besser zu kontrollieren, Kampagnen zu optimieren und Betrug zu reduzieren. Die Ergebnisse werden über spezialisierte Anbieter bereitgestellt oder direkt in die Anzeigenplattform integriert.

Addressable TV

Was ist Addressable TV?

Addressable TV ermöglicht die zielgruppenspezifische Auslieferung von digitaler Werbung und Inhalten (z. B. personalisierte Programmempfehlungen) im Rahmen des linearen Fernsehens. Technische Basis für Addressable TV sind nicht nur HbbTV, sondern auch Set-Top-Boxen und IPTV von Unternehmen.

Der Begriff Addressable TV bezeichnet die Weiterentwicklung des herkömmlichen, analogen Fernsehens um verschiedene digitale Technologien. Der Begriff wurde erstmals in den 1990er-Jahren am MIT Media Lab verwendet und diente dazu, die damals bereits absehbare Weiterentwicklung des traditionellen Fernsehens mit einer griffigen Bezeichnung zu versehen.

1996 definierte David Weiss in seinem Buch "Issues in Advanced Television Technology" Addressable TV als "eine Ansammlung von Techniken, die weitgehend auf digitaler Signalverarbeitung und -übertragung basieren und es ermöglichen, deutlich mehr Programmmaterial über Kanäle zu übertragen, als es herkömmliche analoge Systeme vermögen".

Das moderne TV, also Addressable TV, lässt sich durch vier Merkmale auszeichnen: Zeitverschiebung, Adressierbarkeit, Interaktivität und Interoperabilität.

» Weitere Informationen zu Addressable TV (Advanced TV / TV Triggered Performance)

Der Begriff Addressable TV (ATV) bezeichnet einen Kanal, der es ermöglicht, digitale Werbeinhalte und Programme, wie etwa personalisierte Programmempfehlungen, im Kontext des linearen Fernsehumfelds gezielt an bestimmte Zielgruppen auszuspielen. Diese Definition wird vom Bundesverband Digitale Wirtschaft wie folgt präzisiert: Addressable TV gestattet die zielgerichtete Auslieferung von digitalisierten Werbeformaten und Inhalten innerhalb des linearen Fernsehumfelds.

Ad Slot

Was ist ein Ad Slot?

Ein Ad Slot ist ein Werbeplatz, auf dem ein Werbemittel ausgespielt wird.

Adtech

Was ist Adtech?

Adtech bezeichnet Technologien und Plattformen, die entlang der gesamten digitalen Werbekette eingesetzt werden – von Werbetreibenden, Agenturen und Publishern bis hin zu weiteren Unternehmen. Dazu zählen unter anderem Adserver, Werbebörsen, Demand-Side-Plattformen (DSP), Supply-Side-Plattformen (SSP) sowie Daten- und Kundenplattformen wie DMP, CDP und CRM. Auch wenn sich Funktionen teilweise überschneiden, erfüllt jede Technologie eine klar definierte Aufgabe: den Kauf und Verkauf von Werbeinventar, die Auslieferung digitaler Werbung, Zielgruppensegmentierung und -ansprache, Kampagnenplanung und -steuerung sowie die Analyse der Kampagnenleistung.

Advertiser (Werbetreibender)

Was ist ein Advertiser (Werbetreibender)?

Ein Advertiser (Werbetreibender) ist jede Person oder Organisation – etwa eine Marke oder Agentur –, die eine Botschaft, ein Produkt oder eine Dienstleistung über Werbekanäle wie TV, Radio, Websites, Apps oder Außenwerbung bewirbt.

Agency Fee

Was ist eine Agency Fee?

Die Agency Fee ist der Teil der Kosten, den Werbetreibende an die jeweilige Agentur für deren Dienstleistungen zahlen.

Agentur-Trading-Desks (ATD)

Was ist ein Agentur-Trading-Desks (ATD)?

Ein Agentur-Trading-Desks (ATD) ist eine spezialisierte Art von Mediaagentur. Die Medienagenturen steuern die digitale Werbung ihrer Kunden, insbesondere den programmatischen, angebotsbasierten Mediaeinkauf, mithilfe von Demand-Side-Plattformen (DSP) und weiterer Einkaufstechnologien.

Aggregatoren

Was sind Aggregatoren?

Aggregatoren sind Organisationen, Websites oder Softwarelösungen, die Informationen aus verschiedenen Quellen sammeln und zentral bündeln. In der digitalen Werbung fassen Werbenetzwerke unverkaufte Werbeflächen von Publishern zusammen und bieten sie Werbetreibenden in großem Umfang an.

Algorithmus

Was ist ein Algorithmus?

Ein Algorithmus ist eine klar definierte Abfolge von Regeln oder Anweisungen zur Lösung einer Aufgabe. In der digitalen Vermarktung bilden Algorithmen die Grundlage für Funktionen wie Suchmaschinen-Rankings, Zielgruppensegmentierung und Datenanalyse.

Always On Deal

Was ist ein Always On Deal?

Ein Always On Deal ist eine Vereinbarung, bei der dauerhaft Inventar zur Ausspielung von Werbemitteln bereitsteht.

ASAP (Timing)

Was ist ASAP (Timing)?

ASAP (Timing) bezeichnet eine "Smartx"-Auslieferungsstrategie, bei der der Adserver Anzeigen möglichst schnell ausspielt, bis 100 % des Kampagnenziels erreicht sind. Dieses Timing eignet sich für zeitkritische Kampagnen, bei denen Nutzer so früh wie möglich erreicht werden sollen.

Attribut

Was ist ein Attribut?

Ein Attribut bündelt Datensegmente zu einem thematischen Bereich. Ein Attribut muss mindestens ein Datensegment enthalten.

Beispiele:

  • Location: Datensegmente wie "Wohnort-Stadt" oder "aktuelles Wetter am Wohnort".
  • Demografie: Datensegmente wie "Einkommensklasse", "Alter" oder "Geschlecht".

Attribution

Was ist Attribution?

Als Attribution bezeichnet man im Marketing die Zuordnung von Werbe- oder Marketingmaßnahmen zu einer Nutzeraktion, wie z. B. einem Kauf oder einer Conversion.

Werbung erzeugt verschiedene Kontaktpunkte, über die Nutzer mit einer Marke interagieren – etwa Anzeigen, Social-Media-Beiträge oder Inhalte. Die Attribution analysiert diese Kontaktpunkte entlang der Customer Journey und bewertet ihren Beitrag zur finalen Handlung. So können Marketingteams den Erfolg einzelner Maßnahmen messen, Kampagnen gezielt optimieren und den ROI verbessern.

Es gibt einfache Attributionsmodelle mit nur einem Kontaktpunkt (z. B. First- oder Last-Touch) sowie komplexe Multi-Touch-Modelle, die alle Berührungspunkte berücksichtigen (z. B. linear, zeitgewichtet oder Full-Path). Da Nutzer heute meist mehrere Kontaktpunkte haben, erfolgt Multi-Touch-Attribution häufig über spezialisierte Analyseplattformen, die Daten aus verschiedenen Kanälen bündeln und jedem Kontaktpunkt einen gewichteten Beitrag zur Conversion zuweisen.

Auction-Based Pricing (Auktionsbasierte Preisgestaltung)

Was ist Auction-Based Pricing (Auktionsbasierte Preisgestaltung)?

In der programmatischen Werbung bestimmt die auktionsbasierte Preisgestaltung dynamisch, wie viel für Werbeeinblendungen bezahlt wird – abhängig von der Marktnachfrage. Es gibt zwei Hauptmodelle:

  • Erste-Preis-Auktion: Höchstbietender gewinnt und zahlt seinen Gebotsbetrag.
  • Zweite-Preis-Auktion: Höchstbietender gewinnt, zahlt aber nur den zweithöchsten Gebotspreis plus einen Cent.

Bei der Erfolgsmessung von Kampagnen werden unterschiedliche Attributionsmodelle genutzt. Diese reichen von einfachen Modellen, die nur den ersten oder letzten Kontakt berücksichtigen, bis zu komplexen Multi-Touch-Modellen, die alle Kontaktpunkte im Kundenweg einbeziehen (z. B. linear, zeitbasiert oder vollständiger Weg).

Da Nutzer heute oft mehrere Kontaktpunkte haben, setzen Werbetreibende häufig auf fortgeschrittene Analyseplattformen. Diese sammeln Daten aus verschiedenen Kanälen, gewichten jeden Kontaktpunkt und vergeben so eine „Kreditnote“ entsprechend seiner Rolle bei der Conversion.

Audience Measurement (Zielgruppenmessung)

Was ist Audience Measurement (Zielgruppenmessung)?

Audience Measurement erfasst, wie viele Personen Online-Inhalte erreichen und wie sie damit interagieren. Dazu werden Methoden wie Panelstudien, Registrierungen, Gerätezählung oder First- und Third-Party-Cookies eingesetzt. Werbetreibende nutzen diese Daten, um Kaufentscheidungen zu treffen und Kampagnenreichweiten zu prüfen, während Publisher ihre Reichweite nachweisen. Bekannte Anbieter von Messsystemen sind etwa Nielsen und Meetrics.

Audience segments (Zielgruppensegmente)

Was ist Audience segments (Zielgruppensegmente)?

Audience segments (Zielgruppensegmente) sind Untergruppen einer Gesamtzielgruppe, definiert nach Kriterien wie Demografie (Alter, Geschlecht, Einkommen), Standort, Interessen, Verhalten, Kaufgewohnheiten oder Lebensstil. Werbetreibende können so ihre Werbung gezielt auf die Segmente ausrichten, die am wahrscheinlichsten mit ihrem Produkt, Service oder ihrer Botschaft interagieren.

Auktionen (Auctions)

Was sind Auktionen (Auctions)?

Auktionen sind eine Art Online-Marktplätze, auf denen Werbetreibende in Echtzeit für Werbeplätze bieten. Sie bilden die Kernfunktion jeder Supply-Side-Plattform (SSP): Die SSP organisiert die Auktion, während Demand-Side-Plattformen (DSP) die Gebote abgeben.

Verfügbare Werbeplätze werden in der SSP gelistet, Gebote über DSPs abgegeben, und die SSP entscheidet, wer gewinnt. Auktionen können nach Erste-Preis- oder Zweite-Preis-Prinzip ablaufen und offen oder exklusiv (nur auf Einladung) sein.

Ausstrahlung 1-to-1

Was ist Ausstrahlung 1-to-1?

Ausstrahlung 1-to-1 bezeichnet die gezielte, individuelle Ansprache von Nutzern im Addressable TV, ähnlich wie im Online-Marketing.

Auto-Refresh (Automatische Aktualisierung)

Was ist Auto-Refresh (Automatische Aktualisierung)?

Als Auto-Refresh (Automatische Aktualisierung) wird der Mechanismus bezeichnet, welcher Online-Inhalte oder Werbeeinheiten, nach vordefinierten Regeln selbstständig erneuert. Im digitalen Advertising fordert eine Anzeige auf einer Webseite automatisch neue Inhalte an, basierend auf Nutzeraktivität, Inhaltsaktualisierungen oder festgelegten Zeitintervallen. So können Publisher den Umsatz pro Nutzer-Session optimieren.

AVOD

Was ist AVOD?

AVOD (Advertised-Video-on-Demand) bezeichnet werbefinanzierte Video-on-Demand-Angebote, z. B. von Netzkino, YouTube oder JOYN.

Im Gegensatz zu SVOD (Abonnement-Modell) enthält AVOD Werbung und ist eine Unterkategorie von VOD.

Back-Loaded (Pacing)

Was ist Back-Loaded (Pacing)?

Back-Loaded (Pacing) ist eine Pacing-Einstellung, bei der die Auslieferung der Anzeigen bewusst auf das Kampagnenende verlagert wird. Nach der Hälfte der Laufzeit sind erst 33,3 % der Impressionen ausgeliefert. Die restlichen 66,7 % werden gleichmäßig über die zweite Hälfte verteilt. Diese Einstellung eignet sich besonders für Kampagnen vor einem Ereignis, da die Anzeigenhäufigkeit steigt, je näher das Event rückt.

Behavioural Segments (Verhaltenssegmente)

Was ist ein Behavioural Segments (Verhaltenssegmente)?

Behavioural Segments (Verhaltenssegmente) teilen Zielgruppen anhand ihres bisherigen Online-Verhaltens ein. Grundlage sind anonym erhobene Daten wie besuchte Seiten, Suchanfragen, Klicks oder Käufe, stets im Einklang mit Datenschutzvorgaben. Publisher bieten Werbeplätze innerhalb dieser Segmente an, sodass Werbetreibende ihre Anzeigen gezielt an Nutzer mit hoher Kauf- oder Nutzungswahrscheinlichkeit ausspielen können.

Besucher bzw. Visitor

Was sind Besucher bzw. Visitor?

Man unterscheidet zwischen:

  • Visitors (Besucher): Nutzer einer Website, Landingpage oder Microsite.
  • Unique Visitors (eindeutige Besucher): Einzelne, wiederkehrende Nutzer einer Website innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie werden mithilfe von Cookies oder ähnlichen Verfahren identifiziert. Ein Nutzer, der eine Website mehrfach besucht, zählt als ein Unique Visitor für die Werbeausspielung.

Unique Visits ist ein Synonym für Unique Visitors.

Bid Behaviour (Gebotsverhalten)

Was ist Bid Behaviour (Gebotsverhalten)?

Bid Behaviour (Gebotsverhalten) analysiert, wie eine Demand-Side-Plattform (DSP) auf Gebotsanfragen von Supply-Side-Plattformen (SSPs) reagiert. Wichtige Kennzahlen sind Gebotsrate, Gebotshöhe und Gewinnrate. Die Analyse hilft zu verstehen, warum ein Käufer weniger Budget einsetzt als erwartet, und unterstützt bei der Fehleranalyse.

Bid (Gebot)

Was ist ein Bid (Gebot)?

Ein Bid (Gebot) ist der Preis, den ein Werbetreibender in einer Auktion für Anzeigenimpressionen anbietet. In der digitalen Werbung sendet eine Supply-Side-Plattform (SSP) eine Gebotsanfrage an Demand-Side-Plattformen (DSPs). Interessierte Werbetreibende geben daraufhin ein Gebot für das verfügbare Inventar ab.

Bid Request (Gebotsanfrage)

Was ist ein Bid Request (Gebotsanfrage)?

Ein Bid Request (Gebotsanfrage) entsteht, wenn Publisher Informationen zu verfügbarem Anzeigeninventar an SSPs, Werbenetzwerke oder Ad Exchanges senden. Dazu gehören Details wie Plattform, Nutzermerkmale und Mindestpreis. Diese Daten werden im Real-Time-Bidding (RTB) an DSPs übermittelt. Passt die Anfrage zu den Kriterien eines Werbetreibenden, antwortet er mit einem Gebot.

Bid Response (Gebotsantwort)

Was ist eine Bid Response (Gebotsantwort)?

Eine Bid Response (Gebotsantwort) ist die Reaktion eines Werbetreibenden auf eine Gebotsanfrage. Erfüllt das angebotene Anzeigeninventar die festgelegten Kriterien, wird über das RTB-System ein Gebot abgegeben. Die Gebotsantwort enthält den Gebotspreis sowie Angaben zur Kampagne und zum Werbetreibenden.

Bid Shading (Gebotsschattierung )

Was ist Bid Shading (Gebotsschattierung)?

Als Bid Shading (Gebotsschattierung) bezeichnet man Algorithmen in DSPs, die Werbetreibenden helfen, nicht zu hohe Gebote abzugeben. Auf Basis von Wettbewerb, Preisdaten und Gewinnraten berechnet das System automatisch ein optimales Gebot mit möglichst niedrigem Preis und hoher Gewinnwahrscheinlichkeit. Bid Shading dient als Ausgleich zwischen Erstpreis- und Zweitpreisauktionen.

Blocking (Blockierung)

Was ist Blocking (Blockierung)?

Blocking (Blockierung) bezeichnet das Verhindern der Anzeige von Werbung auf Websites. Publisher setzen Anti-Ad-Blocker-Techniken ein, um Werbeblocker zu umgehen und Einnahmeverluste zu reduzieren. Auch Werbetreibende nutzen Blockierung, um ihre Anzeigen von aus ihrer Sicht unsicheren Websites fernzuhalten.

Bot

Was ist ein Bot?

Ein Bot ist ein automatisiertes Computerprogramm, das Aufgaben selbstständig über das Internet ausführt. Es gibt nützliche und schädliche Bots, etwa Chatbots, Such-Crawler, Shopbots oder Spambots.

Bot-Detection (Bot-Erkennung)

Was ist Bot-Detection (Bot-Erkennung)?

Bots führen automatisierte Aufgaben im Internet aus, können aber auch menschliches Verhalten imitieren und für Betrug genutzt werden, etwa zur Erzeugung falscher Zugriffe. Bot-Detection (Bot-Erkennungs)software unterscheidet Bot-Traffic von echtem Nutzerverkehr und schützt so vor verfälschten Messdaten. Bot-Traffic gilt grundsätzlich als ungültiger Traffic (IVT).

Bot-Network (Botnetz)

Was ist ein Bot-Network (Botnetz)?

Ein Bot-Network (Botnetz) ist eine Form von hochentwickeltem ungültigem Traffic (SIVT) und besteht aus kompromittierten Geräten, die für Betrug missbraucht werden. Angreifer infizieren Geräte mit Schadsoftware, übernehmen die Kontrolle über das Netzwerk und nutzen es für Datendiebstahl oder weitere Betrugshandlungen.

Bot-Traffic

Was ist Bot-Traffic ?

Bot-Traffic entsteht durch automatisierte Programme und Botnetze. Ein Teil ist notwendig für Internetdienste, doch ein großer Anteil ist unerwünscht oder betrügerisch und imitiert menschliche Klicks und Aufrufe. Das verfälscht Analysen, mindert den Wert von Werbeflächen und verursacht Kosten für ungültige Klicks und Impressionen.

Brand-Channels

Was sind Brand-Channels?

Brand-Channels sind thematisch fokussierte Sendekanäle, die ausschließlich Inhalte mit Bezug zu einer bestimmten Marke ausspielen. Diese reichen von generischen Inhalten bis hin zu verkaufsfördernden Formaten.

Brand-Channels entstehen in enger Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Marken, wobei die Marke starken Einfluss auf die Inhalte hat.

Beispiel:

Der OTTO-Shopping-Kanal bei JOYN ist ein Brand-Channel, der direkt Produkte von OTTO bewirbt.

Brand Risk (Brandrisiko)

Was ist Brand Risk (Brandrisiko)?

Brand Risk (Brandrisiko) entsteht, wenn Anzeigen auf Websites oder Seiten erscheinen, deren Inhalte oder Werte nicht zur Marke passen. Solche Platzierungen können Image, Werte und Reputation einer Marke schädigen.

Brand Safety

Was ist Brand Safety?

Brand Safety umfasst Maßnahmen, die Marken vor der ungewollten Assoziation mit problematischen oder ungeeigneten Inhalten schützen.

Brand Safety (Markensicherheit)

Was ist Brand Safety (Markensicherheit)?

Brand Safety (Markensicherheit) bezeichnet Maßnahmen, die das Image, den Ruf und die Werte einer Marke bei Online-Werbung schützen. Da der Anzeigenkauf heute weitgehend automatisiert ist, lassen sich diese Maßnahmen direkt in die Prozesse integrieren. So wird sichergestellt, dass Anzeigen nicht neben unerwünschten oder ungeeigneten Inhalten erscheinen. Dazu zählen u. a. Ausschlusslisten, Sichtbarkeitskontrollen, Schutz vor Anzeigenbetrug und Anzeigenverifikation. Grundlage sind branchenweite Standards und Benchmarks. Das IAB Tech Lab definiert folgende sensible Inhaltskategorien:

  • Pornografische oder explizit sexuelle Inhalte
  • Waffen und Munition
  • Kriminalität, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen
  • Tod, Verletzungen, militärische Konflikte
  • Online-Piraterie
  • Hassrede und aggressive Inhalte
  • Obszöne Sprache und Schimpfwörter
  • Illegale Drogen, Tabak, E-Zigaretten, Alkohol
  • Spam oder schädliche Inhalte
  • Terrorismus
  • Gesellschaftlich sensible Themen

Diese Standardisierung ermöglicht es Publishern, Inhalte einheitlich zu klassifizieren, damit Werbetreibende gezielt entscheiden können, wo ihre Anzeigen markensicher platziert werden."

Brand Suitability (Markeneignung)

Was ist Brand Suitability (Markeneignung)?

Brand Suitability (Markeneignung) beschreibt, ob das Umfeld einer Anzeige zum beworbenen Brand passt. Erscheint eine Anzeige bei der falschen Zielgruppe, auf thematisch unpassenden Seiten, neben Wettbewerbern oder neben ungeeigneten Inhalten, kann dies dem Markenimage schaden. Marketer steuern die Markeneignung, indem sie klare Einstellungen in ihren Adtech-Plattformen vornehmen, Ein- und Ausschlusslisten nutzen und externe Tools zur Zielgruppenanalyse und -ansprache einsetzen.

Branded-Red-Button bzw. Yellow-Button

Was ist ein Branded-Red-Button bzw. Yellow-Button?

Bei einer Branded-Red-Button-Kampagne oder Yellow-Button-Kampagne wird während eines TV-Spots auf Smart-TVs automatisch ein farbiger Button eingeblendet. Durch Drücken des roten oder gelben Knopfs auf der Fernbedienung gelangt der Zuschauer direkt zur Microsite des Werbetreibenden.

Diese Microsite funktioniert wie ein Kundenspecial und enthält weitere Informationen zum beworbenen Produkt, zur Marke oder zu aktuellen Promotionen. Das TV-Programm läuft dabei weiter.

→ Siehe auch Microsite

→ Siehe auch Lineares TV

Broadcaster Video on Demand (BVOD)

Was ist Broadcaster Video on Demand (BVOD)?

"Broadcaster Video on Demand (BVOD) bezeichnet die Streaming-Angebote klassischer TV-Sender. Sie ermöglichen den Zugriff auf Live-TV sowie auf Mediatheken- und Exklusivinhalte über Smart-TV, Set-Top-Box, Smartphone oder PC. BVOD ergänzt das lineare Fernsehprogramm. Nutzer können Sendungen live streamen, verpasste Inhalte abrufen oder exklusive, digitale Produktionen ansehen. Die Finanzierung variiert: Einige Angebote sind werbefrei und werden über Rundfunkbeiträge finanziert, andere über Abos und/oder Werbung. Werbefinanzierte BVOD-Plattformen bieten präzises Targeting auf Basis von First-Party-Daten. Da Werbung ausschließlich neben redaktionellen Premium-Inhalten erscheint, profitieren Marken von hoher Brand Safety. Beispiele sind RTL+ (Deutschland), BBC iPlayer (UK), Videoland (Niederlande) und 6play (Frankreich)."

Bumper-Ads (Bumper-Anzeige)

Was sind Bumper-Ads (Bumper-Anzeige)?

Bumper-Ads (Bumper-Anzeige) sind kurze Videoanzeigen mit einer maximalen Länge von 6 Sekunden. Sie laufen als Pre-, Mid- oder Post-Roll in allen In-Stream-Umfeldern. Dank ihres kompakten Formats erzielen sie eine hohe View-Through-Rate (VTR) und eignen sich ideal als Ergänzung zu größeren Kampagnen. Bumper-Anzeigen sind auf Desktop, Tablet, Smartphone und Smart-TV verfügbar.

Campaign (Kampagne)

Was ist eine Campaign (Kampagne)?

In der digitalen Werbung bezeichnet eine Campaign (Kampagne) eine Strategie zum Einkauf von Werbeplätzen. Dazu gehören die Werbeflächen, die bei einem bestimmten Werbenetzwerk oder Publisher gebucht werden, sowie wichtige Rahmenbedingungen wie Start- und Enddatum, Budget, Platzierung und Zielgruppen-Targeting. Smartclip unterscheidet dabei zwei Arten von Kampagnen: Direkt- bzw. IO-Kampagnen (Inserationsaufträge, die ohne den Einsatz von Adtech-Plattformen vereinbart werden) und programmatische Deals (automatisierte Gebote oder Käufe über Adtech-Plattformen).

Cash for Surfing

Was ist Cash for Surfing?

Cash for Surfing ist eine Form von sophisticated invalid traffic (SIVT), bei der Nutzer lediglich ein Konto erstellen und dafür bezahlt werden, Werbung anzusehen. Die Beteiligung der Nutzer ist minimal, und manche Anbietern von Anzeigenverifikation zählen solche Aufrufe als SIVT.

Click (Klick)

Was ist ein Click (Klick)?

Ein Click (Klick) ist eine Werbemessung, die zählt, wenn jemand auf eine Anzeige klickt. Klicks zeigen, wie erfolgreich eine Anzeige darin war, Nutzer für das beworbene Produkt, die Dienstleistung oder Botschaft zu interessieren.

Click-Through-Rate (CTR)

Was ist die Click-Through-Rate (CTR)?

Die Click-Through-Rate (CTR) ist eine zentrale Kennzahl im digitalen Marketing. Sie misst das Verhältnis zwischen der Anzahl der Klicks auf eine Werbeanzeige und der Gesamtzahl der Impressionen. Die CTR dient als Indikator für die Effektivität einer Werbemaßnahme.

Click-Through Rate CTR (Klickrate)

Was ist die Click-Through Rate CTR (Klickrate)?

Die Click-Through Rate CTR (Klickrate) gibt den Anteil der Anzeigenaufrufe an, die zu einem Klick führen. Sie wird in Prozent angegeben und berechnet sich aus Klicks ÷ Impressionen × 100. Beispiel: 8 Klicks bei 200 Aufrufen => CTR = 4%. Die CTR zeigt, wie erfolgreich eine Anzeige darin ist, Nutzer zu erreichen und zu aktivieren.

Clicks

Was ist ein Click? bzw. Was sind Clicks?

Ein Click (Klick) ist die bewusste Interaktion eines Nutzers mit einem Link, z. B. per Maus oder Touchscreen. Diese Interaktion löst eine Reaktion aus, wie das Öffnen einer Website oder das Herunterladen einer Datei.

Der Begriff Click wird auch für ähnliche Aktionen in Software oder geschlossenen IT-Systemen verwendet, z. B. das Speichern einer Datei.

Clicks bezeichnen die Anzahl der Nutzer, die ein Werbemittel angeklickt haben.

Connected TV (CTV)

Was ist Connected TV (CTV)?

Als Connected TV (CTV) bezeichnet alle Fernseher mit Internetzugang (Smart-TVs) sowie externe Geräte wie Apple TV, Roku oder Spielkonsolen, die Internetinhalte auf den Fernseher bringen. So können Nutzer Premiuminhalte jederzeit über Streamingdienste (OTT) ansehen.

Connected TV (CTV)

Was ist Connected TV (CTV)?

CTV (Connected TV) bezeichnet internetfähige Fernseher oder Streaming-Plattformen, die den Zugriff auf digitale Bewegtbildinhalte ermöglichen.

Der Begriff umfasst auch den Kanal für die Ausspielung von Werbeinhalten, die über das Internet übertragen und im Kontext von On-Demand-Content oder Apps auf einem Fernseher konsumiert werden.

Als Connected TV gelten zudem alle Smart-TVs mit Internetverbindung sowie Geräte, die über Zusatzhardware wie digitale Receiver, Spielekonsolen oder Set-Top-Boxen (z. B. Google Chromecast, Amazon Fire TV, Apple TV) mit dem Internet verbunden werden.

Content Channel

Was ist Content Channel?

Ein Content Channel (Contentkanal) ist eine Inhaltskanal-Funktion, mit der Werbetreibende mehrere Quellen wie Platzierungsgruppen oder Webseiten verschiedener Publisher bündeln können. So lässt sich z. B. eine themenbezogene Kanal-Kombination aus News-Webseiten für gezielte Werbung erstellen.

Contextual Targeting (Kontextuelle Zielgruppe)

Was ist Contextual Targeting (Kontextuelle Zielgruppe)?

Contextual Targeting (Kontextuelle Zielgruppe) bedeutet, Anzeigen passend zum Inhalt einer Webseite zu platzieren, statt nach Nutzerverhalten oder Demografie zu gehen. Beispiel: Werbung für Koffer auf einer Reisebuchungsseite oder für Hypotheken neben Artikeln über Hauspreise. Werbetreibende

Cost Per Completed View (CPCV) Kosten pro vollständig abgeschlossener Ansicht

Was ist Cost Per Completed View (CPCV) Kosten pro vollständig abgeschlossener Ansicht?

Cost Per Completed View (CPCV) Kosten pro vollständig abgeschlossener Ansicht ist ein Preismodell für Online-Videoanzeigen. Der Werbetreibende zahlt nur, wenn eine Videoanzeige vollständig von Anfang bis Ende angesehen wird – unabhängig von ihrer Länge. Im Gegensatz dazu wird beim CPV-Modell bereits abgerechnet, wenn das Video eine festgelegte Mindestdauer abgespielt wird (laut MRC-Standard mindestens 2 zusammenhängende Sekunden).

Berechnung: CPCV = Preis ÷ Anzahl vollständig abgeschlossener Videoaufrufe

Cost-Per-Action (CPA)

Was ist Cost-Per-Action (CPA)?

Die Kennzahl Cost-Per-Action (CPA) bezeichnet die Kosten, die für eine zuvor definierte Nutzeraktion anfallen, z. B. die Anmeldung zu einem Newsletter.

Cost-Per-Click (CPC)

Was ist Cost-Per-Click (CPC)?

Das Cost-Per-Click (CPC)-Modell ist ein abrechnungsbasiertes Preissystem im digitalen Werbekontext. Kosten entstehen erst, wenn ein Nutzer durch einen Klick mit der Werbeanzeige interagiert.

Cost per Mille (CPM)

Was ist Cost per Mille (CPM)?

Als Cost per Mille (CPM) wird der Preis bezeichnet, den ein Werbetreibender für 1.000 Anzeigeneinblendungen zahlt ("Mille" = tausend).

Berechnung: CPM = Gesamtkosten ÷ Anzahl der Einblendungen × 1.000

Beispiel: 2.000 € Kosten bei 200.000 Einblendungen ergeben einen CPM von 10 €. => Der Werbetreibende zahlt 10 € pro 1.000 Einblendungen.

Cost-Per-Order (CPO) bzw. Cost-Per-Lead (CPL)

Was ist Cost-Per-Order (CPO) bzw. Cost-Per-Lead (CPL)?

Die Begriffe Cost-Per-Order (CPO) und Cost-Per-Lead (CPL) bezeichnen ein erfolgsabhängiges Abrechnungsmodell im digitalen Marketing. Kosten entstehen erst, wenn eine Nutzerinteraktion in eine messbare Conversion mündet, z. B. einen Kaufabschluss.

Cost per View (CPV)

Was ist Cost per View (CPV)?

Cost per View (CPV) ist ein Preismodell für Online-Videokampagnen. Werbetreibende zahlen nur für tatsächliche Videoaufrufe, meist angegeben pro 1.000 Views. Ein View zählt, wenn das Video entweder für eine festgelegte Mindestdauer angesehen oder aktiv angeklickt wird. Laut MRC gilt ein Video als View, wenn es mindestens 2 Sekunden lang abgespielt wird und dabei mindestens 50 % der Pixel sichtbar sind. Im Gegensatz dazu wird bei CPM jede Einblendung berechnet – unabhängig davon, ob die Anzeige gesehen oder genutzt wurde.

Creative

Was ist ein Creative?

Der Begriff Creative wird synonym für Werbemittel verwendet. Weitere Synonyme sind Werbeanzeige, Anzeige oder Ad.

Creative Approval (Kreativfreigabe)

Was ist Creative Approval (Kreativfreigabe)?

Creative Approval (Kreativfreigabe) ist ein Vorgang, mit dem Publisher Anzeigen auf ihrem Inventar gezielt prüfen, freigeben oder ablehnen können. So behalten sie die volle Kontrolle zum Schutz ihrer Marke. Das Tool ist besonders wichtig für markensensible Publisher mit strengen Inhaltsrichtlinien. Es bietet zwei Modi:

  • Blockiermodus: Alle Anzeigen werden grundsätzlich ausgeliefert; unerwünschte Werbemittel können nachträglich blockiert werden.
  • Freigabemodus: Jedes Werbemittel muss vor der Auslieferung geprüft und freigegeben werden – ideal bei sehr strengen Markenanforderungen.

Creative Hijacking

Was ist Creative Hijacking?

Creative Hijacking ist eine Form von nicht-menschlichem betrügerischem Traffic (SIVT). Dabei werden Anzeigenaufrufe oder Anzeigentags von einer Website kopiert und ohne Zustimmung von Publisher oder Werbetreibenden in unsicheren Umgebungen eingesetzt.

Creative (Werbemittel)

Was sind Creatives (Werbemittel)?

Im digitalen Marketing bezeichnet ein Creative (Werbemittel) das konkrete Werbemittel, das Nutzern angezeigt wird. Es kann aus Bildern, Text, Animationen, Videos, Audio oder einer Kombination daraus bestehen.

Custom Key Values

Was sind Custom Key Values?

Custom Key Values erlauben Publishern, eigene Targeting-Parameter (z.B. Geschlecht oder Alter) in Smartx zu erstellen. So können sie plattformspezifisches Targeting direkt über das Smartx-System durchführen. Die Schlüsselwerte müssen im Anzeigenaufruf des Publishers enthalten sein, um für das Targeting genutzt zu werden.

Customer Data Platform (CDP)

Was ist Customer Data Platform (CDP)?

Eine Customer Data Platform (CDP) sammelt First-Party-Daten und personenbezogene Informationen (z. B. Name, E-Mail), um Marketingmaßnahmen zu verbessern. Sie ermöglicht Unternehmen, detaillierte Profile bestehender Kunden zu erstellen und Kennzahlen wie Conversion-Rate oder Kundenbindung zu verfolgen. Im Unterschied zu Data Management Platforms (DMPs), die vor allem Drittanbieterdaten für Werbung an unbekannte Nutzer nutzen, konzentrieren sich CDPs auf Marketing für bekannte Kunden. Der Unterschied wird jedoch durch neue Technologien und Datenschutzregeln zunehmend kleiner.

d-force

Was ist d-force?

d-force ist ein Joint Venture der ProSiebenSat.1 Media SE und der Mediengruppe RTL Deutschland. Ziel ist die gemeinsame Vermarktung von Addressable-TV- und Onlinevideo-Inventaren beider Medienkonzerne, perspektivisch auch mit weiteren Partnern.

Die Distribution erfolgt über eine programmatische Buchungsplattform, die den automatisierten und datenbasierten Mediaeinkauf in digitalen Werbeumfeldern ermöglicht.

Welches Ziel verfolgt d-force?

Das Joint Venture d-force zielt darauf ab, Werbetreibenden eine effiziente, direkte Ansprache relevanter Zielgruppen in hochwertigen digitalen Bewegtbildumfeldern zu ermöglichen. Dabei werden hohe Standards für Brand Safety eingehalten.

Zusätzlich werden plattformübergreifende Cross-Device-Lösungen angeboten, die eine inventar- und vermarkterübergreifende Mediaplanung und -ausspielung ermöglichen.

Data Aggregator (Datenaggregator)

Was ist ein Data Aggregator (Datenaggregator)?

Ein Data Aggregator (Datenaggregator) sammelt große Datenmengen aus verschiedenen Quellen, bereitet sie auf und verkauft sie gegen Gebühr an andere Unternehmen – meist für Marketing oder gezielte Werbung. Die Daten werden dabei häufig nach demografischen, geografischen oder verhaltensbezogenen Merkmalen in Kunden- oder Zielgruppensegmente eingeteilt. Datenaggregierung bezeichnet den Sammelprozess selbst, etwa wenn Daten auf einer Data-Management-Plattform (DMP) für programmatische Werbung zusammengeführt werden.

Data-Centre Traffic (Datacenter-Traffic)

Was ist Data-Centre Traffic (Datacenter-Traffic)?

Data-Centre Traffic (Datacenter-Traffic) ist eine Form von hochentwickeltem ungültigem Traffic (SIVT), der nicht von Menschen stammt. Als Betrug gilt Traffic aus unbekannten Rechenzentren, etwa von Servern, die absichtlich ihre Identität verschleiern. Dieser Traffic kommt von IP-Adressen aus Rechenzentren (Netzwerkserver zur Speicherung, Verarbeitung und Verteilung großer Datenmengen) – nicht aus privaten oder Unternehmensnetzen.

Data Management Platform (DMP)

Was ist eine Data Management Platform (DMP)?

Eine Data Management Platform (DMP) wird von Werbetreibenden, Agenturen und Publishern genutzt, um verschiedene Zielgruppendaten zu sammeln, zu speichern, zu organisieren und anzuwenden. Dieses Daten-Repository bildet die Grundlage für Entscheidungen bei der Erstellung und Auslieferung von Werbekampagnen sowie für die automatisierten Prozesse in der programmatischen Werbung. Die Plattform ermöglicht Zielgruppensegmentierung, präzisere Ansprache, Leistungsoptimierung und Erfolgsmessung von Kampagnen. DMPs arbeiten hauptsächlich mit Third-Party-Daten, können aber auch First-Party- und Second-Party-Daten einbinden.

Data-Management-Platform (DMP)

Was ist eine Data-Management-Platform (DMP)?

Eine Data-Management-Platform (DMP) ist eine technologische Infrastruktur, die große Datenmengen aus verschiedenen Quellen aggregiert, organisiert und verwaltet. Sie ermöglicht die systematische Erfassung, Analyse und segmentierte Nutzung von Daten, um gezielte Marketingstrategien zu unterstützen.

Data Provider (Datenanbieter)

Was ist ein Data Provider (Datenanbieter)?

Data Provider (Datenanbieter) sammeln Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen, bereiten sie auf und verkaufen oder lizenzieren sie an andere Unternehmen. Die Daten werden in Kategorien strukturiert, um die Segmentierung und Ansprache von Zielgruppen zu erleichtern. Der Vertrieb erfolgt entweder über Partnerschaften mit Data Management Platforms (DMPs) oder durch Direktverkauf an Werbetreibende. Diese Daten verbessern das Zielgruppenverständnis und ermöglichen präzisere Online-Werbung.

Datenkosten

Was sind Datenkosten?

Die Datenkosten beziehen sich auf die Aufwendungen für die Nutzung externer Datensegmente, die über Plattformen wie Active Agent abgerechnet werden. Sie umfassen zudem Kosten für Contextual Targeting, ODC Prebid Services und Footfall Measurements.

Datenmarktplatz

Was ist ein Datenmarktplatz?

Ein Datenmarktplatz ist eine Plattform für den Handel mit Daten, auf der Anbieter und Nachfrager Datensätze monetarisieren bzw. für spezifische Anwendungen erwerben können.

Datensegment

Was ist ein Datensegment?

Ein Datensegment ist eine thematisch oder strukturell homogene Sammlung von Datenpunkten, die einer spezifischen Kategorisierung unterliegen. Die Segmentierung erfolgt auf Basis definierter Attribute, die eine systematische Zuordnung und Nutzung der Daten ermöglichen.

Deal

Was ist ein Deal?

Ein Deal ist eine direkte vertragliche Vereinbarung zwischen Werbetreibendem (Advertiser) und Publisher bzw. Supply-Side-Platform (SSP), die spezifische Konditionen für die Auslieferung und Platzierung von Werbeanzeigen festlegt.

Deal Type

Was ist ein Deal Type?

Ein Begriff aus dem Programmatic-Advertising-Ökosystem und zentraler Bestandteil einer Demand Business Rule (DBR). Der Deal Type legt fest, welcher Auktionsmechanismus zur Preisbestimmung für programmatische Werbeflächen verwendet wird. Es gibt verschiedene Typen – First-Price-Auktion, Second-Price-Auktion, Direct Deal etc. – abhängig davon, was die Demand-Side-Platform (DSP) des Käufers unterstützt. Der Deal Type muss dem Käufer vor Vertragsabschluss mitgeteilt werden.

Demand Business Rule (DBR)

Was ist eine Demand Business Rule (DBR)?

Ein Begriff aus dem Programmatic-Advertising-Ökosystem. Eine Demand Business Rule (DBR) ist eine Programmatic/Real-Time-Bidding (RTB)-Vereinbarung, die den vertraglichen Rahmen zwischen Käufer und smartx festlegt. Sie definiert, welches Inventar dem Käufer in RTB-Auktionen angeboten wird, sowie die zugehörigen kommerziellen und Auslieferungsparameter. DBRs generieren die Deal-ID, die Käufer benötigen, um programmatische Deals anzusteuern. Sie gelten für alle Gebote und Käufe von Werbeinventar durch den jeweiligen Käufer.

Demand Marketplace

Was ist Demand Marketplace?

Demand Marketplace ist ein spezifischer Begriff für die Nachfrageseite – die Käufer – im Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf der smartx-Plattform. Er bildet das Gegenstück zum Supply-Markt, der das gesamte Inventar der Publisher repräsentiert. Vermarkter fungieren als Vermittler zwischen Demand- und Supply-Markt. Eine Ausnahme bilden große Publisher (z. B. TV-Sender), die ihr Inventar direkt verkaufen. In diesem Fall verschmelzen beide Märkte zu einem vom Publisher kontrollierten Multi-Markt. Käufer im Demand-Markt benötigen einen gültigen Vertrag und entsprechende Supply Rules mit den Verkäufern, um Inventar buchen zu können.

Demand-Side-Platform (DSP)

Was ist eine Demand-Side-Platform (DSP)?

Eine Demand-Side-Platform (DSP) ist eine technologische Plattform, die Werbetreibenden den automatisierten Handel von digitalen Werbeinventaren ermöglicht. Sie wählt mithilfe von Algorithmen und Datenanalyse in Echtzeit die optimalen Werbeplätze aus.

Der Superstreamer

Was ist "Der Superstreamer"?

Mit dem Zusatz bzw. der Zusatzbezeichnung "Der Superstreamer" vermarktet ProSiebenSat.1 Media SE ihr Streamingangebot JOYN. Weitere Informationen unter http://www.der-superstreamer.de/.

Digital out of Home (DOOH)

Was ist Digital out of Home (DOOH)?

Digital out of Home (DOOH) bezeichnet digitale Außenwerbung, bei der werbliche Inhalte auf digitalen Displays im öffentlichen Raum ausgespielt werden. Diese Form der Werbung ermöglicht eine flexible, situativ anpassbare Ansprache von Zielgruppen.

Direct Campaign (Direkte Kampagne)

Was ist eine Direct Campaign (Direkte Kampagne)?

Im AdTech-Ökosystem bezeichnet eine Direct Campaign (Direkte Kampagne) (auch IO-Kampagne) eine nicht-programmatische Buchung von Werbeinventar. Der Werbetreibende oder die Agentur schließt dabei eine direkte Vereinbarung mit dem Publisher bzw. der Vermarktung (z. B. smartclip) zu fest definierten Konditionen. Alle Parameter werden vor Kampagnenstart verbindlich festgelegt: Laufzeit, Werbeformate und Platzierungen, Zielgruppe, Anzahl der Impressionen, Preise und Gesamtkosten. Die Auslieferung erfolgt klassisch über den Adserver und entspricht dem traditionellen Direkt-Mediaeinkauf.

Direct Deal (Festpreis)

Was ist ein Direct Deal (Festpreis)?

Ein Direct Deal (Festpreis) ist eine Programmatic-Direct-Buchung mit fest vereinbartem CPM. Der Werbetreibende erhält bevorzugten Zugriff auf das Inventar des Publishers und kann – optional – zu diesem festen Preis bieten. Direct Deals sind eine von drei Programmatic-Direct-Dealarten auf der smartx-Plattform, neben Direct Guaranteed und Programmatic Guaranteed.

Domain/App Spoofing

Was ist Domain/App Spoofing?

Domain-/App-Spoofing ist eine Form hochgradig manipulierten, nicht-menschlichen Invalid Traffic (SIVT). Dabei werden Käufer über gefälschte Traffic-Quellen getäuscht: Anzeigen erscheinen tatsächlich auf niedrigwertigen, nicht markensicheren Umfeldern, obwohl hochwertige Platzierungen vorgetäuscht werden. Dies ist besonders relevant für programmatische Werbevereinbarungen.

DSP Tech Fee

Was ist eine DSP Tech Fee?

Die DSP Tech Fee ist eine Gebühr für die Nutzung der technologischen Infrastruktur einer Demand-Side-Platform (DSP), die Werbetreibenden den Zugang zu automatisierten Prozessen im digitalen Werbemanagement ermöglicht.

Dynamic Ad Insertion (DAI)

Was ist Dynamic Ad Insertion (DAI)?

Dynamic Ad Insertion (DAI) beschreibt das Einfügen von Werbespots vor, während oder nach einem Video-Stream. Der Adserver entscheidet individuell, welche Werbespots eingefügt werden. Dieses Verfahren wird auch als Ad Stitching bezeichnet.

DAI kann serverseitig (zentral durch Inhalteanbieter oder Netzbetreiber) oder clientseitig (dezentral im Endgerät) umgesetzt werden.

→ Siehe auch Ad Stitching

→ Siehe auch Video on Demand

Dynamic Ad Substitution (DAS)

Was ist Dynamic Ad Substitution (DAS)?

Bei Dynamic Ad Substitution (DAS) werden bestehende Werbespots in einem Video-Inhalt (live oder on Demand) durch andere Spots ausgetauscht. Der Adserver entscheidet individuell, welcher Austauschspot verwendet wird.

DAS kann serverseitig (zentral durch Inhalteanbieter oder Netzbetreiber) oder clientseitig (dezentral im Endgerät) umgesetzt werden.

→ Siehe auch Dynamic Ad Insertion

Dynamic Ads (Dynamische Anzeigen)

Was sind Dynamic Ads (Dynamische Anzeigen)?

Dynamic Ads (Dynamische Anzeigen) passen ihre Inhalte automatisch an persönliche Interessen oder den Standort des Nutzers an. Dieses Videoformat kombiniert hohe Reichweite mit Relevanz und funktioniert sowohl in In-Stream- als auch Out-Stream-Umgebungen.

Engagement (Website-Engagement)

Was ist Website-Engagement?

Das Website-Engagement bezeichnet das Ausmaß und die Intensität der Interaktion von Nutzern mit einer digitalen Plattform und stellt eine zentrale Kennzahl zur Analyse der Nutzerbindung und -aktivität dar. Es fungiert als essenzielles Instrument zur Optimierung der User Experience (UX) sowie zur datenbasierten Bewertung der Wirksamkeit digitaler Marketingstrategien.

Even Pacing (Gleichmäßiges Pacing)

Was ist Even Pacing (Gleichmäßiges Pacing)?

Beim Even Pacing (Gleichmäßiges Pacing) verteilt der Anzeigenserver die Impressionen gleichmäßig über die gesamte Kampagnenlaufzeit. Beispiel: Nach 10% der Zeit sollten 10% des Ziels erreicht sein, nach 20% der Zeit 20% usw. Diese Einstellung eignet sich, wenn ein konstantes Engagement (Klicks, Conversions, Verkäufe) über die gesamte Kampagne gewünscht ist.

Exclusion List (Ausschlussliste)

Was ist eine Exclusion List (Ausschlussliste)?

Eine Exclusion List (Ausschlussliste) enthält Domains, auf denen ein Werbetreibender keine Anzeigen schalten möchte – etwa wegen Interessenkonflikten, betrügerischer Aktivitäten oder ungeeigneter Inhalte. In Smartx lassen sich Ausschlusslisten hochladen, um Domains, Regionen, IAB-Kategorien, Betriebssysteme, Browser, Geräte, Sprachen und mehr zu blockieren.

Fake News (Falsche Nachrichten)

Was sind Fake News (Falsche Nachrichten)?

Fake News (Falsche Nachrichten) sind absichtlich ungenaue oder irreführende Informationen. Sie gefährden die Markensicherheit und werden häufig über Clickbait-Websites verbreitet, um Klicks zu erzeugen, Leser zu täuschen oder politische Meinungen zu beeinflussen.

FAST Channels (Free Ad-Supported Streaming Television)

Was sind FAST Channels (Free Ad-Supported Streaming Television)?

FAST-Streaming als Phänomen der konvergenten Medienlandschaft

FAST-Streaming steht für Free Ad-Supported Streaming Television und bezeichnet ein mediales Distributionsmodell, bei dem audiovisuelle Inhalte über das Internet linear bereitgestellt und primär durch Werbeeinnahmen finanziert werden. Dieses Format bietet eine kostenfreie Alternative zu abonnementbasierten Streaming-Diensten und verbindet die Funktionslogik des klassischen, werbefinanzierten Fernsehens mit digitalen Plattformen.

Begriffsklärung: Was sind FAST Channels (FAST-Kanäle)?

FAST Channels (FAST-Kanäle) sind digital verbreitete, lineare Fernsehkanäle, die für Nutzer kostenfrei verfügbar sind und ausschließlich durch Werbeeinblendungen monetarisiert werden. Im Gegensatz zu On-Demand-Angeboten zeichnen sie sich durch ein festgelegtes Programmschema aus, das eine kontinuierliche, durch Werbung unterbrochene Rezeption ermöglicht. Sie fungieren als hybrides Format zwischen klassischem Broadcast-Modell und internetbasiertem Streaming.

Funktionsweise von FAST-Kanälen

Die Nutzung von FAST-Channel-Angeboten orientiert sich stark an traditionellen TV-Erfahrungen. Nutzer wählen aus einer Vielzahl verfügbarer Kanäle, deren Inhalte in Echtzeit abgespielt werden. Werbepausen sind integraler Bestandteil dieses Modells und gewährleisten die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Angebots. Die Linearität des Programms steht im Kontrast zu den individualisierten Auswahlprozessen typischer On-Demand-Dienste.

Distributionsplattformen und Verbreitungswege

FAST-Kanäle sind über verschiedene digitale Plattformen zugänglich. Zu den bekanntesten Anbietern zählen:

Diese Dienste ermöglichen den Empfang von FAST-Inhalten auf unterschiedlichen Endgeräten – von Smart-TVs über internetfähige Set-Top-Boxen bis hin zu mobilen Anwendungen. Die zunehmende Integration in digitale Ökosysteme unterstreicht die wachsende Relevanz dieses Modells innerhalb der dynamischen Medienökonomie.

Vorteile von FAST-Kanälen

Kostenfreiheit für Rezipienten:

Ein zentraler Vorteil des FAST-Modells liegt in seiner grundsätzlichen Kostenfreiheit für Endnutzer. Die Finanzierung erfolgt primär über werbebasierte Erlösmodelle, wodurch eine niederschwellige Nutzung ermöglicht wird, ohne dass zusätzliche Abonnementgebühren anfallen.

Vielfalt an Inhalten und Programmangeboten:

FAST-Plattformen zeichnen sich durch ein breites thematisches Spektrum aus. Die angebotenen Kanäle decken diverse Genres ab – darunter Nachrichten, Sportübertragungen, fiktionale Formate (Spielfilme und Serien) sowie Nischenprogramme – und bieten somit eine hohe inhaltliche Diversität zur Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.

Plattformübergreifende Zugänglichkeit:

Die Nutzung von FAST-Kanälen ist geräteunabhängig möglich. Der Zugriff erfolgt über internetfähige Endgeräte wie Smart-TVs, Smartphones, Tablets oder Streaming-Sticks, was eine hohe Flexibilität und Alltagstauglichkeit in der Mediennutzung unterstützt.

Anschlussfähigkeit an traditionelle TV-Nutzung:

Die lineare Struktur der FAST-Kanäle sowie ihre an klassische TV-Erfahrungen angelehnte Benutzeroberfläche bieten insbesondere für Nutzer, die mit dem traditionellen Fernsehen sozialisiert wurden, eine intuitive und vertraute Nutzungssituation. Dadurch entsteht eine Brücke zwischen alter und neuer Medienlogik.

Strategische Erweiterung für OTT-Anbieter:

Aus Anbieterperspektive stellen FAST-Kanäle eine attraktive Möglichkeit dar, das eigene OTT-Portfolio zu diversifizieren, zusätzliche Werbeeinnahmen zu generieren und neue Zielgruppen zu erschließen – insbesondere in einem Marktumfeld, in dem die Zahl der Kabel-TV-Abonnements kontinuierlich rückläufig ist (Cord Cutting).

Herausforderungen und Einschränkungen des FAST-Modells

Werbeunterbrechungen als Nutzungshindernis:

Der werbefinanzierte Charakter von FAST-Channels bringt zwangsläufig Unterbrechungen durch Werbespots mit sich. Diese können, abhängig von Häufigkeit und Platzierung, als störend empfunden werden und die Nutzerzufriedenheit beeinträchtigen.

Begrenzte Nutzerkontrolle:

Im Gegensatz zu On-Demand-Angeboten ermöglichen FAST-Kanäle keine individuelle Steuerung der Inhalte. Funktionen wie zeitversetztes Fernsehen, Pausieren oder Aufzeichnen sind systembedingt nicht vorgesehen, was die Rezeption auf eine rein lineare Struktur beschränkt.

Qualitätsvariabilität der Inhalte:

Die Qualität des Angebots kann je nach Anbieter, Produktionsniveau und thematischer Ausrichtung stark schwanken. Diese Heterogenität betrifft sowohl technische Aspekte (Bild- und Tonqualität) als auch die dramaturgische bzw. inhaltliche Ausgestaltung der Programme.

Tendenz zur Kommerzialisierung von Inhalten:

Da die Refinanzierung vollständig über Werbeeinnahmen erfolgt, besteht die Gefahr, dass programmstrategisch vornehmlich solche Inhalte priorisiert werden, die hohe Reichweiten oder maximale Werbeeffizienz versprechen. Dies kann zulasten von kuratierten, innovativen oder journalistisch hochwertigen Formaten gehen.

FAST - Free Ad-Supported Streaming TV (kostenloses, werbefinanziertes Streaming-TV)

Was ist FAST - Free Ad-Supported Streaming TV (kostenloses, werbefinanziertes Streaming-TV)?

FAST - Free Ad-Supported Streaming TV (kostenloses, werbefinanziertes Streaming-TV)

FAST bezeichnet kostenlose, werbefinanzierte Streaming-Kanäle, die über Connected-TV-Geräte empfangen werden. Im Gegensatz zu Video-on-Demand (VOD) senden FAST-Kanäle ihr Programm nach einem festen Sendeplan – ähnlich wie klassisches Fernsehen. Durch die IP-basierte Übertragung ermöglichen sie jedoch zielgruppengenaue Werbung, die individuell auf Nutzer zugeschnitten wird. Die Inhalte sind oft thematisch spezialisiert, etwa zu Autos, Gesundheit oder Kulinarik.

Unterschied zu AVOD: FAST folgt einem festen Programmplan, während AVOD (Advertiser-funded Video on Demand) Inhalte auf Abruf bereitstellt.

Vorteile:

  • Für Zuschauer: Einfache, kuratierte Unterhaltung ohne Auswahlstress.
  • Für Werbetreibende: Präzise Zielgruppenansprache durch datengetriebene Werbelösungen.
  • Für Content-Anbieter: Monetarisierung von Nischen- oder Archivinhalten und Erschließung neuer Zielgruppen.

FAST-Kanäle sind bereits in den USA etabliert und verbreiten sich weltweit. Sie werden über Plattformen wie Pluto TV, Roku oder Rakuten TV angeboten, aber auch Hardware-Hersteller wie Samsung und LG bieten exklusive FAST-Kanäle an. Einige FAST-Anbieter ergänzen ihr lineares Programm mittlerweile um On-Demand-Optionen, inklusive Pay-per-View oder werbefreie Premium-Abos. Gleichzeitig starten klassische Streaming-Dienste eigene FAST-Kanäle im SVOD-Bereich.

First Look (erster Blick)

Was ist ein First Look (erster Blick)?

Der First Look (erster Blick) ist ein Verkaufsanreiz, bei dem ausgewählte Käufer bevorzugten Zugriff auf das Anzeigeninventar eines Publishers erhalten. Im Austausch für eine höhere Inventarverpflichtung können sie Premiumplätze über eine direkte Vereinbarung vor allen anderen erwerben. Auch unverkauftes Inventar kann zunächst über eine bestimmte Plattform oder DSP angeboten werden, wobei Preis oder Mindestgebot vorher festgelegt werden.

First-Party Cookies (Erstanbieter-Cookies)

Was sind First-Party Cookies (Erstanbieter-Cookies)?

First-Party Cookies (Erstanbieter-Cookies) werden direkt von der besuchten Website gesetzt und speichern Informationen wie Einstellungen, Einkaufsaktivitäten oder Online-Verhalten. Sie ermöglichen personalisierte Inhalte und verbessern die Nutzererfahrung.

First-Party Data (Erstanbieterdaten)

Was sind First-Party Data (Erstanbieterdaten)?

First-Party Data (Erstanbieterdaten) stammen direkt von einer Firma über ihre Kunden, Zielgruppen oder Websitebesucher – online wie offline. Sie gehören dem Unternehmen und gelten als besonders genau, nützlich und kosteneffektiv. Erhoben werden sie z. B. über Newsletter-Anmeldungen, Webanalysen, Treueprogramme oder Käufe im Shop.

First-Price-Auktion

Was ist eine First-Price-Auktion?

Bei einer First-Price-Auktion bieten Käufer auf programmatische Anzeigenplätze, und das höchste Gebot gewinnt. Der Gewinner zahlt genau seinen Einsatz. Verkäufer können eine Mindestpreisgrenze festlegen, und die Auktion kann privat (nur für eingeladene Käufer) oder öffentlich sein.

Fix Price (Festpreis)

Was ist Fix Price (Festpreis)?

Bei einer Fix Price (Festpreis) wird der Preis pro Werbeeinblendung im Voraus zwischen Verkäufer und Käufer vereinbart. Im Gegensatz dazu erfolgt die Preisbildung bei auktionsbasierten Modellen dynamisch über private oder öffentliche Auktionen.

Floor Price (Mindestpreis)

Was ist Floor Price (Mindestpreis)?

Der Floor Price (Mindestpreis) ist der niedrigste CPM, den ein Verlag für seine Werbeflächen auf einer Adtech-Plattform akzeptiert. Er kann regelmäßig oder nach Kriterien wie Tageszeit angepasst werden, um die Einnahmen zu optimieren.

Footfall-Messung

Was ist Footfall-Messung?

Die Footfall-Messung dient der Evaluierung der Werbewirkung einer DOOH-Kampagne, indem sie Besucherströme systematisch erfasst und analysiert. Passanten werden auf Grundlage von Bewegungsdaten identifiziert, die sich zunächst in der Nähe der DOOH-Stelen aufhalten und anschließend innerhalb eines definierten Zeitraums bestimmte Einzelhandelsgeschäfte frequentieren. Diese Methode ermöglicht eine datenbasierte Bewertung der Einflussnahme digitaler Außenwerbung auf das Konsumentenverhalten.

Frequency Capping (Frequenzbegrenzung)

Was ist Frequency Capping (Frequenzbegrenzung)?

Die Frequency Capping (Frequenzbegrenzung) steuert, wie oft eine Anzeige demselben Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums angezeigt wird. Die Identifikation erfolgt über Browser-Cookies.

Beispiel: Bei einer Begrenzung auf drei Anzeigen pro Nutzer innerhalb von 24 Stunden wird die Anzeige erst nach Ablauf dieses Zeitraums oder nach Löschen der Cookies erneut eingeblendet.

Vorteile:

  • Für Werbetreibende: Höhere Reichweite, da Mehrfachanzeigen bei denselben Nutzern vermieden werden.
  • Für Nutzer: Weniger Überbelastung durch Werbung, was die Kampagnenwirkung verbessert.

Frontloading

Was ist Frontloading?

Der Begriff Frontloading beschreibt eine strategische Modifikation des Pacings innerhalb einer Werbekampagne, bei der die Ausspielung der Werbemittel zu Beginn intensiviert und in den späteren Phasen sukzessive reduziert wird. Diese Verteilungstechnik zielt darauf ab, eine hohe initiale Reichweite und Aufmerksamkeit zu generieren, um frühzeitig eine maximale Werbewirkung zu erzielen.

GroupM Viewability

Was ist GroupM Viewability?

Der Begriff GroupM Viewability bezeichnet einen von GroupM entwickelten proprietären Standard zur Messung der Sichtbarkeit digitaler Werbemittel im Display-Bereich. Dieser Standard definiert spezifische Kriterien zur Bewertung der tatsächlichen Wahrnehmung von Werbeanzeigen und dient als Maßstab für die Effektivität digitaler Werbeplatzierungen.

Haushaltsgraph

Was ist der Haushaltsgraph?

Der Haushaltsgraph bezeichnet eine datengetriebene Modellierung, bei der sämtliche mit einem Haushalt assoziierten Endgeräte auf Grundlage spezifischer Identifikationsmerkmale aggregiert werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des Haushalts als Targeting-Einheit und dient der präzisen Aussteuerung digitaler Werbemaßnahmen über mehrere vernetzte Geräte hinweg.

HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV)

Was ist HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV)?

HbbTV ist ein internationaler technischer Standard, der es ermöglicht, lineares Fernsehen mit digital ausgespielter Werbung zu verbinden. HbbTV 1.5 ist derzeit der am weitesten verbreitete Standard. Seit 2016 gibt es auch Geräte und Receiver, die den im Februar 2015 verabschiedeten Standard HbbTV 2.0 nutzen. Die in dem Gerät implementierte HbbTV-Version legt die werblichen Nutzungsmöglichkeiten fest (z. B. Red Button, Dynamic Ad Insertion).

→ Siehe auch Dynamic Ad Insertion

Hybrid Broadcast Broadband Television (HbbTV)

Das Akronym HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband Television) bezeichnet einen international etablierten technischen Standard, der die Integration von linearem Rundfunk und internetbasierten Diensten ermöglicht. Im werblichen Kontext erlaubt HbbTV die gezielte digitale Ausspielung von Werbeinhalten innerhalb des klassischen linearen Fernsehens, wodurch eine hybride und interaktive Werbeform realisiert wird.

Hidden Ad Impressions (Versteckte Anzeigenimpressionen)

Was sind Hidden Ad Impressions (Versteckte Anzeigenimpressionen)?

Hidden Ad Impressions (Versteckte Anzeigenimpressionen) sind eine betrügerische Methode, bei der Anzeigen technisch ausgeliefert, aber für Nutzer unsichtbar bleiben, etwa durch:

  • Überlappung mit anderen Anzeigen oder Inhalten,
  • Platzierung in versteckten iFrames oder Pop-Under-Fenstern.

Ziel: Künstliche Erhöhung der Impressionszahlen und damit der Einnahmen.

Hijacked Device (Kompromittierte Geräte)

Was ist ein Hijacked Device (Kompromittiertes Gerät)?

Ein legitimes Gerät (Browser, Telefon, App), das für betrügerische Aktivitäten missbraucht wird, bezeichnet man als Hijacked Device (Kompromittiertes Gerät).

Bei Betrug mit digitaler Werbung wird Schadsoftware auf das Gerät eingeschleust – etwa durch ein gehacktes Netzwerk oder einen manipulierten Link. Dies löst automatisch Seitenaufrufe oder Werbeanfragen aus, die nicht vom eigentlichen Nutzer stammen. Das geschieht ohne dessen Wissen, Einwilligung oder Kontrolle. Kompromittierte Geräte werden genutzt, um Website-Traffic vorzutäuschen (sogenannter "sophisticated invalid traffic", SIVT).

In der digitalen Werbung müssen solche Websites oder Seiten identifiziert und blockiert werden, um Rufschädigung durch Assoziation zu vermeiden. Zusätzlich legen Marken eigene Risikoparameter fest, die zu ihrem Produkt, ihrer Dienstleistung und ihrem Zielmarkt passen.

Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV)

Was ist Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV)?

Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) ist ein internationaler Industriestandard für hybrides Fernsehen. Er verbindet klassisches TV mit Internet- und interaktiven Diensten und ermöglicht die Ausspielung von Inhalten über Broadcast, IPTV und Breitbandnetze auf vernetzten Fernsehern (CTV) und Set-Top-Boxen (STB).

Der Standard wird von der HbbTV Association entwickelt und ist weltweit etabliert. Er unterstützt die einheitliche Bereitstellung von Entertainment-Angeboten und bildet eine zentrale Grundlage für Addressable-TV-Werbung (ATV).

Da HbbTV von den meisten CTVs und STBs unterstützt wird, ermöglicht es ATV-Werbung in offenen, nicht-proprietären TV-Ökosystemen. Zudem stellt es Funktionen wie interaktive Programmführer sowie Apps und Zusatzinformationen bereit, die häufig über die „rote Taste“ aufgerufen werden.

Hybrid Video on Demand (HVOD)

Was ist Hybrid Video on Demand (HVOD)?

Hybrid Video on Demand (HVOD) bezeichnet Streaming-Plattformen, die mehrere Monetarisierungsmodelle für Connected TV kombinieren. Ziel ist es, Inhalte flexibel anzubieten und unterschiedliche Nutzerbedürfnisse abzudecken.

Je nach Plattform können Zuschauer zwischen verschiedenen Zugangsmodellen wählen: einem werbefreien Abonnement (SVOD), günstigen oder kostenlosen, werbefinanzierten Angeboten (AVOD) sowie kostenpflichtigen Einzelabrufen für Premium-Inhalte wie neue Filme oder Live-Sport (TVOD).

Angesichts des wachsenden Wettbewerbs setzen immer mehr Anbieter auf HVOD, um Zuschauern mehr Auswahl, Werbetreibenden zusätzliche Reichweiten und sich selbst höhere Flexibilität bei der Erlösgenerierung zu bieten. Beispiele für HVOD-Plattformen sind Netflix, Disney+ und Rakuten TV.

IAB Categories (IAB-Kategorien)

Was sind IAB Categories (IAB-Kategorien)?

IAB Categories (IAB-Kategorien) sind standardisierte Inhaltsklassifikationen des Interactive Advertising Bureau (IAB) zur strukturierten Einordnung von Webinhalten und zur gezielten Ansprache von Zielgruppen.

  • Die Taxonomie ist zweistufig aufgebaut:
    • Ebene 1 definiert breite Themenfelder wie Kunst & Unterhaltung oder Gesundheit & Fitness.
    • Ebene 2 verfeinert diese in spezifische Unterkategorien wie Fernsehen oder Ernährung und ermöglicht eine präzise Aussteuerung oder den Ausschluss von Inhalten.

Ein Inhalt kann mehreren IAB-Kategorien zugeordnet sein.

Identifier for Advertisers (IDFA)

Was ist Identifier for Advertisers (IDFA)?

Der Identifier for Advertisers (IDFA) ist eine zufällig generierte, anonyme Kennung für iPhones und iPads. Er ermöglicht Werbetreibenden und App-Anbietern, Geräte wiederzuerkennen und nutzungsbasierte, personalisierte Werbung auszuspielen – ohne direkte personenbezogene Daten offenzulegen.

Seit der Einführung von Apples App Tracking Transparency (ATT) in iOS 14 müssen Nutzer dem Tracking pro App aktiv zustimmen. Dadurch ist die Reichweite IDFA-basierter Werbung deutlich gesunken, und Werbetreibende setzen verstärkt auf alternative Methoden wie First-Party-Daten.

Das Android-Pendant zum IDFA ist die Google Advertising ID (GPS ADID).

Impressions

Was sind Impressions?

Impressions sind die Anzahl der Nutzer, die das Werbemittel wahrgenommen oder gesehen haben.

Impressions (Anzeigenimpression)

Was ist eine Impression (Anzeigenimpression)?

In der digitalen Werbung zählt jede Impression (Anzeigenimpression), wenn eine Werbung auf einem internetfähigen Gerät (PC, Tablet, Smartphone oder Smart-TV) angezeigt wird. Anzeigenserver erfassen und zählen Impressionen nach vorab definierten Kriterien, die zwischen Werbetreibenden und Verlagen vereinbart werden. Die Abrechnung erfolgt meist pro 1.000 Impressionen (CPM). Die Impression misst jedoch nur die Anzeigeneinblendung – ob die Werbung tatsächlich gesehen wurde, erfasst die Sichtbarkeitsmetrik.

In-App-TV-Werbung

Was ist In-App-TV-Werbung?

Unter In-App-TV-Werbung wird Werbung verstanden, die in der Nähe von Apps angezeigt wird, die auf Smart-TVs oder Set-Top-Boxen von Endgeräteherstellern installiert sind. Dazu gehören vor allem Pre-Rolls und Display-Banner.

In-Stream-Werbung

Was ist In-Stream-Werbung?

In-Stream-Werbung sind Videoanzeigen, die innerhalb eines Online-Videoplayer-Inhalts abgespielt werden – entweder in Vollbild vor (Pre-Roll), während (Mid-Roll) oder nach (Post-Roll) dem Hauptinhalt. Zudem können sie als kurze 6-Sekunden-Bumper-Anzeigen erscheinen.

Incentivised Browsing (Anreizbasiertes Browsen)

Was ist Incentivised Browsing (Anreizbasiertes Browsen)?

Beim Incentivised Browsing (Anreizbasiertes Browsen) erhalten Nutzer finanzielle Belohnungen oder andere Vorteile, um annoncesupportede Websites zu besuchen. Dadurch steigt zwar die Anzahl der Seitenaufrufe oder Anzeigenimpressionen, doch die Nutzer interagieren oft nur wegen der Belohnung mit den Anzeigen – nicht aus echtem Interesse. Dies verfälscht Kampagnenmetriken, da die Nutzer selten zu echten Kunden werden.

Inclusion List (Inklusionsliste)

Was ist eine Inclusion List (Inklusionsliste)?

Eine Inclusion List (Inklusionsliste) enthält Websites, Domänen oder Bundle-IDs, die von Werbetreibenden als sicher, vertrauenswürdig und markenkonform für die Schaltung von Anzeigen eingestuft werden. Bei der Auswahl werden Kriterien wie Markensicherheit und Relevanz für das beworbene Produkt oder die Dienstleistung berücksichtigt.

Werbetreibende können Inklusionslisten auch nach IAB-Kategorien erstellen, um nur Websites oder Domänen aus ausgewählten Kategorien für Anzeigen zuzulassen. Verlage haben die Möglichkeit, Inklusionslisten für zugelassene Werbetreibende zu erstellen, die auf ihren Websites oder Domänen schalten dürfen.

Insertion Order

Was ist eine Insertion Order?

Die Insertion Order kann als Synonym für einen Auftrag verstanden werden. Strukturell fungiert sie als übergeordnetes Konstrukt, das eine organisatorische Hülle für die Bündelung und Verwaltung der zugehörigen Line Items bildet.

#InspireMe

Was ist #InspireMe?

#InspireMe ist ein Produkt der Seven.One Entertainment Group GmbH, bei dem TV-Werbung und Social-Media-Marketing mit Influencer-Marketing kombiniert werden. Die Produktion des dazugehörigen TV-Spots ist im #InspireMe-Angebot enthalten. Ebenso ist das Ausspielen der Kampagne in einem #InspireMe-Angebot abgedeckt.

#InspireMe stellt eine innovative Synthese aus dem traditionellen Medium Fernsehen und den modernen Disziplinen des Social-Media- sowie Influencer-Marketings dar. Influencer integrieren das beworbene Produkt in einer für digitale Plattformen typischen, nutzernahen und authentischen Darstellungsweise sowie innerhalb eines reichweitenstarken und aufmerksamkeitsintensiven Werbeumfelds.

Wie genau wird #InspireMe umgesetzt?

Zur Umsetzung einer #InspireMe-Aktion wird ein 45 Sekunden langer Werbespot im TV gesendet, der im Werbeblock an erster Stelle ausgespielt wird, vor allem auf für junge Zielgruppen relevanten Sendern wie z. B. ProSieben, ProSieben MAXX und sixx. In diesem Spot wird ein relevanter Influencer gezeigt, der das zu bewerbende Produkt in einem authentischen Umfeld präsentiert oder nutzt.

Der #InspireMe-Spot im TV verweist bzw. verlinkt auf die Social-Media-Kanäle des Influencers, wo dieser das Produkt oder den Service weiter bewirbt.

Die Werbespots werden gezielt in einem authentischen Umfeld konzipiert und produziert, um eine größtmögliche Relevanz und Glaubwürdigkeit innerhalb der jeweiligen Zielgruppe zu gewährleisten. Die Spotlänge bietet Influencern einen optimalen Rahmen, um das beworbene Produkt ausführlich zu präsentieren und eine wirkungsvolle Kaufaufforderung strategisch zu platzieren. Innerhalb der innovativen Spotstruktur können zusätzlich werberelevante Informationen, wie z. B. Rabattcodes oder exklusive Angebote, integriert werden. Durch dieses ganzheitliche Konzept erhalten Unternehmen eine maßgeschneiderte, wirkungsoptimierte Werbelösung aus einer Hand.

Welche Vorteile bietet #InspireMe? (Stand Februar 2025)

Laut dem Anbieter bietet #InspireMe folgende Vorteile:

  • Attraktive Preisgestaltung
  • Erstplatzierung im Werbeblock
  • Individuelle Skalierbarkeit der Kampagne
  • Perfekte Symbiose aus Awareness und Sales
  • Direktes Pushen des E-Commerce und Abverkauf des beworbenen Produkts

Für welche Art von Werbeobjekt eignet sich #InspireMe? (Stand Februar 2025)

Laut aktuellem Stand eignet sich #InspireMe besonders für Produkte:

  • Speziell für eine junge Zielgruppe (Alter)
  • Aus dem Beauty-Bereich, somit Produkte für Mädchen und junge Frauen (Geschlecht)
  • Die einen überschaubaren Preis haben (Preis)
  • Die für einen Ad-hoc-Einkauf geeignet sind

Dies lässt sich aus den aktuellen #InspireMe-Kampagnen bzw. Kundenbeispielen schließen, die beim Anbieter von #InspireMe aufgeführt werden (Stand Februar 2025):

  • #InspireMe-Kampagne für Elvital Full Resist Haar-Pflegelinie mit Rebecca Mir (Taff Moderatorin)
  • #InspireMe-Kampagne zum Abverkauf von ARDELL Naked Press On Lashes und ARDELL Seamless Lashes sowie zur Steigerung der Markenbekanntheit von ARDELL mit Kim Decker (Model) und Lukas Kuciel (Lash-Experte)
  • #InspireMe-Kampagne zur Markteinführung von Bio-Bittertropfen von Zirkulin mit der Food-Influencerin Nathalie Gleitman
  • #InspireMe-Kampagne für Lancaster Sonnenpflegeprodukte mit Kim Hnizdo (Germany’s Next Topmodel)

Potenzial von #InspireMe

Welches Potenzial hat #InspireMe?

Aktuell lässt sich diese Frage noch nicht abschließend beantworten, da nach aktuellem Stand (Beispiele oben) scheinbar nur eine bestimmte Zielgruppe und damit auch nur ein relativ enger Produktbereich für das Werbeprodukt #InspireMe geeignet scheint.

Hier stellt sich die Frage: Können auch höherpreisige Produkte oder stark erklärungsbedürftige Produkte oder gar Services und Dienstleistungen erfolgreich mit #InspireMe beworben werden?

Die Antwort auf diese Frage wird sicher durch die schnelllebige Medien- und Werbebranche bald gegeben werden können.

InStream

Was ist InStream?

Der Begriff InStream bezeichnet Werbeformate, die in Form audiovisueller Inhalte innerhalb eines kontinuierlich übertragenen digitalen Streams integriert und ausgespielt werden.

Integral Ad Science (IAS)

Was ist Integral Ad Science (IAS)?

Integral Ad Science (IAS) ist ein global operierendes Technologieunternehmen, das sich auf die quantitative und qualitative Evaluierung, Analyse sowie Optimierung digitaler Werbemaßnahmen spezialisiert hat.

Interactive Advertising Bureau (IAB)

Was ist das Interactive Advertising Bureau (IAB)?

Das Interactive Advertising Bureau (IAB) ist die globale Branchenorganisation für digitale und interaktive Werbung. Zu den Mitgliedern zählen Medienhäuser, Agenturen, Marken und Technologieunternehmen, die sich mit dem Verkauf, der Auslieferung und Optimierung digitaler Werbekampagnen befassen.

Mit Hauptsitz in New York City umfasst das IAB-Netzwerk über 40 unabhängige Ländergesellschaften in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum.

Aufgaben des IAB:

  • Förderung von Marktforschung und Best-Practice-Richtlinien
  • Entwicklung von Messstandards und Branchenwachstum
  • Interessenvertretung der Mitglieder
  • Weiterbildung durch Wissensvermittlung, Schulungen und professionelle Zertifizierungsprogramme
  • Erarbeitung technischer Standards und Lösungen (in Zusammenarbeit mit dem IAB Tech Lab)

Interactive Advertising Bureau (IAB)

Was ist das Interactive Advertising Bureau (IAB)?

Das Interactive Advertising Bureau (IAB) ist ein internationaler Branchenverband der digitalen Werbewirtschaft, der Standards und Best Practices für Online-Werbung entwickelt, technologische Innovationen fördert und Marktteilnehmer bei der Optimierung digitaler Werbestrategien unterstützt.

Interaktion

Was ist Interaktion?

Das Wort Interaktion stammt aus dem Lateinischen. Es ist ein zusammengesetzter Begriff aus den lateinischen Worten "inter" (zu deutsch "zwischen") und "actio" (für "Tätigkeit bzw. Handlung"). Darunter wird das wechselseitige aufeinander Einwirken von Akteuren oder Systemen verstanden. Interaktion steht in engem Zusammenhang mit Begriffen wie "Kommunikation" und "Transaktion".

Internet Protocol TV (IPTV)

Was ist Internet Protocol TV (IPTV)?

Internet Protocol TV (IPTV) ist die Übertragung von Fernsehinhalt über das Internet, meist auf Smart-TVs oder Set-Top-Boxen (STBs). Nutzer können zwischen Live-Streams, Zeitversetztem Fernsehen (Catch-up) oder Video-on-Demand aus einem vielfältigen Katalog wählen. Im Gegensatz zum klassischen Fernsehen (über Antenne, Kabel oder Satellit), wo alle Inhalte gleichzeitig gesendet werden, überträgt IPTV individuelle Programme auf Abruf und bietet Funktionen wie Pausieren und Zurückspulen.

Hinweis: IPTV ist nicht dasselbe wie Internet-TV, das über Websites per Breitband gestreamt wird.

Invalid Traffic (IVT)

Was ist Invalid Traffic (IVT)?

Invalid Traffic/IVT (ungültiger Traffic) umfasst alle Anzeigenimpressionen, die durch Bots, Server, Datenzentren oder andere nicht-menschliche Aktivitäten generiert werden. Der Media Rating Council (MRC) unterteilt IVT in zwei Kategorien:

  • Allgemeiner ungültiger Traffic (GIVT)
  • Sophistizierter ungültiger Traffic (SIVT)

Hinweis: Nicht jeder IVT ist betrügerisch, aber nicht-menschliche Interaktionen können Kampagnenergebnisse und Messdaten verfälschen. Daher werden verschiedene Filter- und Blockiermethoden eingesetzt, um diesen Traffic zu reduzieren.

Inventar

Was ist Inventar?

Als das Inventar eines Publishers werden alle Werbeplätze bezeichnet, die durch den Publisher bereitgestellt werden können. Das Inventar eines Publishers ist also die Gesamtheit aller Werbeplätze, die er anbieten kann.

Inventory (Werbeinventar)

Was ist Inventory (Werbeinventar)?

Das Inventory (Werbeinventar) beschreibt die verfügbare Menge an Werbeflächen, die ein Publisher auf seinen Websites oder digitalen Kanälen zu einem bestimmten Zeitpunkt anbieten kann – ähnlich wie ein Lagerbestand in einem Unternehmen.

Es wird meist nach verschiedenen Kriterien kategorisiert, z. B.:

  • Premium- vs. Restinventar
  • Platzierung, Anzeigenformate oder Zielgruppe

Invitation-Only Auction (private Auktion)

Was ist eine Invitation-Only Auction (private Auktion)?

Eine Invitation-Only Auction (private Auktion) ist eine geschlossene Auktion, bei der nur ausgewählte Werbetreibende vom Publisher oder Verkäufer eingeladen werden, um auf Premium-Werbeinventar über eine private Marktplatzplattform zu bieten.

Vorab vereinbaren Publisher und Werbetreibende Konditionen wie maximale CPM-Werte und Anzeigenformate. Diese Vereinbarungen erhalten eine Deal-ID. Wenn das verfügbare Inventar den Kriterien der Deal-ID entspricht, wird eine Bieteranfrage ausgelöst, die ausgewählte Käufer zum Bieten einlädt.

Vorteile der Deal-ID:

  • Vertrauensvolle Partnerschaft: Beide Seiten kennen ihre Gegenparte.
  • Kontrolle für Werbetreibende: Präzise Steuerung der Anzeigenplatzierung.
  • Klar definierte Vertragsbedingungen für beide Parteien.

JOYN

Was ist JOYN?

Die Joyn GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen, das auf die Bereitstellung von Streaming-Diensten spezialisiert ist. Als Tochtergesellschaft der ProSiebenSat.1 Media SE betreibt sie unter anderem die gleichnamige Streaming-Plattform JOYN und positioniert sich als zentraler Akteur im digitalen Bewegtbildmarkt.

Die ProSiebenSat.1 Media SE bezeichnet JOYN als » "Der Superstreamer".

Key-Performance-Indicator (KPI)

Was ist ein Key-Performance-Indicator (KPI)?

Key-Performance-Indicator (KPI) bedeutet Leistungskennzahl und dient der Messung von vorab definierten Zielen.

Der Begriff Key Performance Indicator (KPI) bezeichnet im wirtschaftswissenschaftlichen und unternehmerischen Kontext quantifizierbare Leistungskennzahlen, die zur Messung und Analyse des Fortschritts zentraler Unternehmensziele in Bezug auf Effizienz, Produktivität und Erfolg dienen.

Kontaktklassen

Was sind Kontaktklassen (Erreichung)?

Eine Kontaktklasse spiegelt die Kontakthäufigkeiten einer Nutzergruppe wider, wie z. B. eine Nutzergruppe mit "bis zu 1 Kontakt", "bis zu 3 Kontakte" oder "bis zu 5 Kontakte".

Landingpage

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine spezifisch gestaltete Zielseite, die Nutzer nach der Interaktion mit einem Werbemittel durch gezielte Weiterleitung erreichen. Sie dient der kontextualisierten Informationsvermittlung und der gezielten Steuerung von Nutzerhandlungen innerhalb digitaler Kommunikationsstrategien.

Latency (Latenz)

Was ist Latency (Latenz)?

Latenz bezeichnet die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um nach einer Übertragungsanfrage durch eine Netzwerkverbindung zu gelangen. Ein Beispiel ist die Zeit, die eine Videoanzeige benötigt, um in einem Browser angezeigt zu werden. Besonders im Bereich der digitalen Werbung ist eine niedrige Latenz entscheidend, da Verzögerungen zu verlorenen Aufrufen und damit zu entgangenen Einnahmen führen können.

Die Latenzzeit wird nicht nur von der Verbindungsgeschwindigkeit und Bandbreite beeinflusst, sondern auch von zusätzlichen Prozessen der programmatischen Werbeauslieferung. Dazu zählen Anfragen und Antworten bei Bietprozessen, das Auslesen von Cookies, verschiedene Dateitypen und große kreative Inhalte.

Line Item

Was ist ein Line Item?

Der Begriff Line Item kann synonym für eine Kampagne oder eine spezifische Position innerhalb eines Auftrags verwendet werden. Strukturell betrachtet stellt das Line Item eine hierarchisch untergeordnete Einheit innerhalb der Insertion Order dar, die zur präzisen Steuerung und Verwaltung einzelner Werbemaßnahmen dient.

Linear TV (Lineares Fernsehen)

Was ist Linear TV (Lineares Fernsehen)?

Linear TV (Lineares Fernsehen) bezeichnet die traditionelle Form der TV-Ausstrahlung. Dabei wird das Programm über Antenne, Kabel oder Satellit übertragen und von den Zuschauern zum festgelegten Sendezeitpunkt empfangen, der von den Sendern vorgegeben wird.

Lineares bzw. nicht lineares TV

Was ist lineares bzw. nicht lineares TV?

Unter linearem TV wird verstanden, dass TV-Sendungen in Echtzeit übertragen werden. Die TV-Sender bestimmen, wann die Programme ausgestrahlt werden. Im Gegensatz dazu wird von nicht linearem TV gesprochen, wenn Nutzer die Möglichkeit haben, TV-Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt abzurufen und anzusehen. Beim nicht linearen Fernsehen bestimmt der Zuschauer selbst, wann er das jeweilige TV-Programm anschauen möchte.

Location Fraud (Standortbetrug)

Was ist Location Fraud (Standortbetrug)?

Location Fraud (Standortbetrug) nutzt manipulierte Standortdaten, um Werbeanzeigen scheinbar gezielt in ausgewählten Gebieten anzuzeigen. Werbetreibende zahlen oft höhere Preise für diese präzise Zielgruppenansprache. Beim Standortbetrug werden jedoch falsche Standortinformationen übermittelt, sodass Anzeigen außerhalb des gewünschten Gebiets erscheinen. Dies verringert die Effektivität der Kampagne.

Low-Risk Content (Inhalte mit geringem Risiko)

Was ist Low-Risk Content (Inhalte mit geringem Risiko)?

Low-Risk Content (Inhalte mit geringem Risiko) sind generell für alle Alters- und Zielgruppen geeignet und enthalten keine anstößigen oder kontroversen Elemente. Die meisten Werbetreibenden haben daher keine Bedenken, ihre Anzeigen in diesem Umfeld zu platzieren. Allerdings ist die Risikobewertung subjektiv: Je nach Marke, Produkt, Dienstleistung und Zielmarkt können Inhalte, die für manche als unbedenklich gelten, für andere bereits als moderates Risiko eingestuft werden.

Malicious Bots / Malicious Click Bot (Schadhafte Bots und Klickbots)

Was sind Malicious Bots / Malicious Click Bot (Schadhafte Bots und Klickbots)?

Malicious Bots / Malicious Click Bot (Schadhafte Bots und Klickbots) sind eine Form von raffiniertem ungültigem Traffic (SIVT), der nicht von echten Nutzern stammt. Es handelt sich um Programme oder Skripte, die vorgeben, menschliche Nutzer zu sein, und künstlich Visits generieren. Klickbots funktionieren ähnlich, erzeugen jedoch zusätzlich zu den Visits auch Klicks auf Anzeigen.

Media Agency (Medienagentur)

Was ist eine Media Agency (Medienagentur)?

Eine Media Agency (Medienagentur) berät Werbekunden dabei, wie sie ihr Medienbudget optimal auf verfügbare Plattformen und Kanäle verteilen, um den Kampagnenerfolg zu maximieren. Digitale Medienagenturen buchen Werbeflächen bei Verlagen oder Werbenetzwerken, steuern Kampagnen und analysieren die Ergebnisse.

Media Rating Council (MRC)

Was ist das Media Rating Council (MRC)?

Das Media Rating Council (MRC) ist eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation, die in den 1960er-Jahren (ursprünglich als Broadcast Rating Council) gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, Zuschauer- und Hörerzahlen für alle Medienformen zu prüfen, zu akkreditieren und deren Gültigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz zu gewährleisten. Zudem setzt das MRC Mindeststandards für die Veröffentlichung sowie ethische Richtlinien für solche Dienstleistungen.

Media Rating Council (MRC)

Was ist Media Rating Council (MRC)?

Der Media Rating Council (MRC) ist eine unabhängige Institution, die sich der Etablierung und Weiterentwicklung von Standards zur Messung von Zielgruppenreichweiten widmet und zugleich einen Akkreditierungsprozess zur Sicherstellung der Validität und Transparenz dieser Messverfahren bereitstellt.

Medium Rectangle

Was ist ein Medium Rectangle?

Unter einem Medium Rectangle wird ein Standard-Werbemittelformat verstanden.

Mid-Loaded (Pacing)

Was ist Mid-Loaded (Pacing)?

Bei Mid-Loaded (Pacing) wird die Auslieferung von Werbeimpressionen so gesteuert, dass der Schwerpunkt auf die Mitte der Kampagne fällt.

Die Zielvorgaben sehen vor:

  • 30 % der Laufzeit: 21 % des Impressionsziels erreicht,
  • 50 % der Laufzeit: 50 % des Impressionsziels erreicht,
  • 70 % der Laufzeit: 79 % des Impressionsziels erreicht.

Mid-Roll

Was ist Mid-Roll?

Mid-Roll-Werbung erscheint mittendrin im Videocontent – ähnlich wie klassische Werbepausen. Da Zuschauer hier besonders aufmerksam sind, erzielen Mid-Rolls hohe Viewing-Raten. Verfügbar auf Desktop, Mobile, Tablet und Smart-TV.

Moat

Was ist Moat?

Moat ist ein Unternehmen, das in der Active Agent DSP Messdienstleistungen zur Analyse von Invalid Traffic sowie zur Bewertung der Viewability digitaler Werbeformate bereitstellt.

Moat, eine von Oracle akquirierte Plattform zur digitalen Werbeanalyse und -messung, ermöglicht Werbetreibenden sowie Publishern eine umfassende Evaluierung der Effektivität digitaler Werbekampagnen. Durch die Bereitstellung detaillierter Metriken zu Viewability, Brand Safety, Werbebetrug (Ad Fraud) und Nutzeraufmerksamkeit leistet Moat einen zentralen Beitrag zur datengetriebenen Optimierung von Werbeinvestitionen und zur Steigerung der Kampagnenperformance.

Moderate-Risk Content (Inhalte mit moderatem Risiko)

Was ist Moderate-Risk Content (Inhalte mit moderatem Risiko)?

Als Moderate-Risk Content (Inhalte mit moderatem Risiko) gelten Inhalte, die grundsätzlich als markenverträglich eingestuft werden, aber je nach Produkt, Zielgruppe und Markt unterschiedlich bewertet werden können. Was für eine Marke als moderat eingestuft wird, kann für eine andere geringes oder hohes Risiko darstellen.

Native Advertising

Was ist Native Advertising?

Native Advertising stellt eine spezifische Form der Displaywerbung dar, die sich durch eine hohe inhaltliche und gestalterische Anpassung an das redaktionelle Umfeld einer Webseite von klassischen Banneranzeigen unterscheidet. Dabei werden Werbemittel gezielt so in den bestehenden Content integriert, dass sie optisch und funktional mit der jeweiligen Plattform verschmelzen. Dies geschieht unter anderem durch die automatische Anpassung von Designelementen wie Farbgebung, Schriftart und Layout an das visuelle Erscheinungsbild der Publikation.

Aufgrund dieser nahtlosen Einbettung sind Native Ads oft nur schwer von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden. Sie vermeiden die für herkömmliche Online-Werbung typische werbliche Aufdringlichkeit und ermöglichen eine subtile Vermittlung der Markenbotschaft. Diese Form der Werbeintegration trägt dazu bei, die Akzeptanz durch die Rezipienten zu erhöhen und potenzielle Werbeblindheit zu umgehen, wodurch sie eine zunehmend bedeutende Rolle in digitalen Marketingstrategien einnimmt.

Netto-Mediakosten

Was sind Netto-Mediakosten?

Die Netto-Mediakosten bezeichnen die unmittelbar anfallenden Kosten für die Platzierung und Ausspielung eines Werbemittels, bereinigt um Rabatte, Provisionen oder sonstige Zuschläge.

Netto-Reichweite (net reach)

Was ist die Netto-Reichweite (net reach)?

Die Netto-Reichweite (englisch "net reach") ist eine wichtige Kennzahl im Marketing, um die Reichweite von Inhalten, Kanälen oder Medien zu ermitteln.

Die Netto-Reichweite gibt an, wie viele Nutzer von einem bestimmten Beitrag, Kanal oder Medium erreicht werden. Mit dieser Kennzahl kann der Erfolg des betreffenden Mediums gemessen werden. Die Netto-Reichweite kann entweder in absoluten Zahlen oder in Prozent angegeben werden und ergibt sich aus der Brutto-Reichweite (gross reach) durch Abzug der Kontaktüberschneidungen.

Die Netto-Reichweite ist bei der Vermarktung ein wichtiges Instrument, um die Wahrnehmung von Inhalten zu erfassen, insbesondere im Online-Marketing. Sie dient beispielsweise als Qualitätskennzahl für die Kostenermittlung von Werbeanzeigen, indem der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) berechnet wird, der anzeigt, wie viel Geld für eine Netto-Reichweite von 1.000 einzigartigen Rezipientenkontakten bezahlt werden muss.

Es gibt auch andere Definitionen für Netto-Reichweite, wie die qualitative Netto-Reichweite, die sich aus der Überschneidung der einzigartigen Rezipientenkontakte mit der definierten Zielgruppe ergibt.

Die effektive Netto-Reichweite, die die tatsächlich erreichten Personen innerhalb der Zielgruppe darstellt.

Die Netto-Reichweite ist auch ein wichtiger Faktor bei der Medienplanung und -auswahl, da sie dazu beitragen kann, die besten Medien für die Zielgruppe und das Vermarktungsbudget zu identifizieren.

Next Generation Optimiser (NGO)

Was ist Next Generation Optimiser (NGO)?

Der Next Generation Optimiser (NGO) ist ein Erweiterungsmodul für die smartx-Plattform, das Daten aus Angeboten und Kampagnen zentral erfasst. Mit NGO lassen sich Kampagnen einfach überwachen, optimieren und Abweichungen bei der Auslieferung erkennen.

Optimierungsziele können pro Linienpostenpaket oder Demand Business Rule (DBR) definiert werden.

Open Ad Exchange

Was ist Open Ad Exchange?

Im Open Ad Exchange können alle Werbetreibenden verfügbare Werbeflächen von Verlagen offen ersteigern – manuell oder programmatisch. Im Gegensatz zu Private Marketplaces gibt es hier keine Zugangsbeschränkungen und keine vorab vereinbarten Beziehungen zwischen Käufern und Verkäufern.

Vorteile für Verlage:

  • Großes Käuferpotenzial
  • Hohe Verkaufsvolumina
  • Monetarisierung unverkaufter Inventare

Nachteilig kann sein, dass Verlage Platzierungsdetails zurückhalten können, sodass Werbetreibende nicht immer wissen, wo ihre Anzeigen geschaltet werden. Die Preise sind in der Regel niedrig.

Open Auction

Was ist Open Auction?

Eine Open Auction (dt. offene Auktion) ist ein programmatisches Auktionsverfahren im digitalen Werbeökosystem, das durch folgende Merkmale charakterisiert ist: eine Vielzahl beteiligter Publisher, nicht garantiertes Werbeinventar, die Anwendung von First- oder Second-Price-Auktionsmechanismen sowie eine unbegrenzte Anzahl potenzieller Bieter.

Open Measurement Interface Definition (OMID)

Was ist Open Measurement Interface Definition (OMID)?

Open Measurement Interface Definition (OMID) ist die zentrale API des IAB Tech Lab Open Measurement SDK (OM SDK). Als neuer Standard ersetzt OMID VPAID für die Sichtbarkeitsmessung und fungiert als digitale Schnittstelle im OM SDK-Prozess.

Entwickler integrieren den OM SDK-Code in Websites und Apps. Bei der Anzeigenschaltung sendet der OM SDK Signale an OMID, die Zeitpunkt, Ort und Art der Auslieferung der Werbung dokumentieren.

Open Measurement SDK (OM SDK)

Was ist Open Measurement SDK (OM SDK)?

Das Open Measurement SDK (OM SDK) ist ein standardisiertes Code-Set, das die Messung und Verifizierung von Werbereichweiten durch Dritte für Webvideos und Mobile-Apps vereinfacht. Entwickler integrieren den OM SDK-Code in Websites und Apps. Dieser sendet Messsignale an die Open Measurement Interface Definition (OMID)-API. Mithilfe von Tags, die Messanbieter auf der API platzieren, werden Zuschauer- und Interaktionsdaten erfasst. Das OM SDK wurde vom IAB Tech Lab entwickelt, um eine einheitliche, transparente Messlösung für Video- und Mobile-Werbung zu schaffen.

OpenRTB-Protokoll

Was ist OpenRTB-Protokoll?

Das OpenRTB-Protokoll ist eine API-Spezifikation des IAB Tech Lab, die einen standardisierten, vereinfachten Prozess für programmatische Echtzeit-Auktionen (RTB) definiert. Es ermöglicht den automatisierten Kauf und Verkauf digitaler Werbeimpressionen in Millisekunden.

Optimierung (Optimisation)

Was ist Optimierung (Optimisation)?

Optimierung (Optimisation) bedeutet, Ressourcen oder Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen – in der digitalen Werbung konkret: Plattformen, Budgets, Inventare, Platzierungen, Technologien und Daten so effizient wie möglich einzusetzen. Gleichzeitig werden negative Einflüsse minimiert, um das volle Potenzial jeder Kampagne auszuschöpfen und die gesetzten Ziele zu erreichen. Da digitale Werbung dynamisch ist, handelt es sich bei der Optimierung um einen kontinuierlichen Prozess – vor, während und nach jeder Kampagne.

Out-Stream Ads (Out-Stream-Anzeige)

Was sind Out-Stream Ads (Out-Stream-Anzeigen)?

Out-Stream Ads (Out-Stream-Anzeigen) sind Videoanzeigen, die außerhalb von Videoinhalten abgespielt werden – etwa in redaktionellen Artikeln oder sozialen Medien, die selbst kein Videomaterial enthalten.

Funktionsweise:

  • Starten automatisch, sobald sie zu 50 % sichtbar sind (z. B. beim Scrollen).
  • Pausieren, wenn sie nicht mehr sichtbar sind.
  • Werden meist ohne Ton abgespielt, der Nutzer kann ihn jedoch aktivieren.

Formate: In-Text oder In-Swipe.

Vorteil für Verlage: Sie ermöglichen die Monetarisierung von Seiten ohne eigenes Videoinventar.

Over-the-Top (OTT)

Was ist Over-the-Top (OTT)?

Over-the-Top (OTT) bezeichnet sowohl Inhalte als auch Geräte, die direkt über das offene Internet an Nutzer ausgeliefert werden. Im Gegensatz zu IPTV, das ein privates Netzwerk nutzt, setzt OTT auf das öffentliche Internet, wie es auch für E-Mails oder Web-Browsing verwendet wird.

OTT-Geräte umfassen:

  • Smart-TVs
  • Smartphones
  • Spielekonsolen
  • Streaming-Geräte wie Roku, Chromecast, Apple TV oder Firestick

Diese Geräte streamen Inhalte auf Anfrage – sei es als Video-on-Demand (VOD), Abonnement-basiertes Video-on-Demand (SVOD) oder Live-Inhalte. Dienste wie Netflix oder Amazon Prime sind typische OTT-Anbieter, bei denen Nutzer über Apps auf ihren Geräten SVOD-Inhalte abrufen können.

Pacing

Was ist Pacing?

Unter Pacing versteht man die Rate, mit der eine Werbekampagne im Laufe der Zeit ausgespielt wird, wobei die Verteilung des Budgets und der Impressionen auf den Kampagnenzeitraum gesteuert werden.

Pacing

Was ist Pacing?

Unter Pacing wird die Auslieferungsgeschwindigkeit einer Werbekampagne verstanden.

Das Kampagnen-Pacing ist eine maßgebliche Einflussgröße auf die Wirkung einer Kampagne.

Pacing (Anzeigenverteilung)

Was ist Pacing (Anzeigenverteilung)?

Pacing (Anzeigenverteilung) bestimmt, wie schnell eine Werbekampagne ihr vorab festgelegtes Budget oder ihre geplanten Impressionen über die Laufzeit verteilt.

Werbetreibende wählen zwischen verschiedenen Strategien (z. B. ASAP, gleichmäßig, frontlastig, endlastig oder mittig gewichtet), um die Schaltung zu steuern. Die genauen Definitionen der einzelnen Typen finden sich separat.

Page views

Was sind Page views?

Page views oder auch page impressions beziehen sich auf die Seitenabrufe durch Nutzer. Die Anzahl der page views gibt an, wie oft eine Webseite mittels eines Webbrowsers aufgerufen wurde.

Im englischen Sprachgebrauch wird meist der Begriff page view verwendet, während in Deutschland die page impression gemeinsam mit dem visit (Besuch) vor allem als Maß für die Nutzung von Online-Werbeträgern verwendet wird.

Performance TV-Spot

Was ist ein Performance TV-Spot?

Ein Performance TV-Spot ist ein TV-Werbespot, der im Rahmen von Performance-TV-Kampagnen zum Einsatz kommt.

Dabei ist die Umsatzwirkung eines Performance TV-Werbespots direkt messbar und eindeutig nachweisbar.

» Weitere Informationen zu Performance TV-Spot

Personally Identifiable Information / PII (Personenbezogene Daten)

Was ist Personally Identifiable Information / PII (Personenbezogene Daten)?

Personally Identifiable Information / PII (Personenbezogene Daten) umfasst alle Informationen, die eine natürliche Person direkt oder indirekt identifizierbar machen. Dazu gehören:

  • Direkte Identifikatoren (z. B. Name, Adresse, E-Mail, amtliche Ausweisdaten).
  • Indirekte Identifikatoren (z. B. Geburtsort, Religion, Geschlecht), die allein nicht ausreichen, aber in Kombination mit anderen Daten eine Identifizierung ermöglichen.

Auch Daten, die anonyme Informationen deanonymisieren können, gelten als personenbezogen. Während der Begriff PII vor allem im US-Recht verwendet wird, spricht die EU-DSGVO von "personenbezogenen Daten" – mit einem noch weiteren Anwendungsbereich.

Pixel

Was ist ein Pixel?

Ein Pixel stellt den kleinsten Bildpunkt dar und ist die fundamentale Maßeinheit im digitalen Raum, die üblicherweise zur Definition der Auflösung oder Abmessung von Bildflächen dient. In der Werbebranche wird der Pixel auch als Werkzeug zur Erreichung verschiedener Zielsetzungen eingesetzt. So kann er etwa zur Erfassung und Zählung spezifischer Ereignisse, wie Klicks, verwendet werden. In diesem Kontext wird der Pixel häufig als Tag bezeichnet, da er als Codeeinheit zur Verfolgung und Messung von Interaktionen dient.

Pixel-Stuffing (Betrug durch Miniatur-Anzeigen)

Was ist Pixel-Stuffing (Betrug durch Miniatur-Anzeigen)?

Bei Pixel-Stuffing (Betrug durch Miniatur-Anzeigen) werden Anzeigen in einem 1×1-Pixel-Bereich platziert, sodass sie für Nutzer unsichtbar bleiben. Obwohl die Anzeige technisch ausgeliefert und als Impression abgerechnet wird, besteht keine Möglichkeit zur Interaktion – eine Form des Anzeigenbetrugs.

Placement Groups (Platzierungsgruppen)

Was sind Placement Groups (Platzierungsgruppen)?

Placement Groups (Platzierungsgruppen) unterteilen Website-Bereiche in detaillierte Kategorien (z. B. Finanzen, Technik, Gesellschaft, Familie, Mode, Nachrichten). Diese feine Einteilung ermöglicht eine präzise Zielgruppenansprache und gezielte Werbeschaltung.

Kombination: Gruppen verschiedener Verlage lassen sich zu thematischen Kanälen (z. B. Nachrichten, Politik oder nach IAB-Standards) zusammenfassen, um ähnliche Inhalte zu bündeln.

Placements (Werbeplätze)

Was sind Placements (Werbeplätze)?

Placements (Werbeplätze) sind die spezifischen Positionen, an denen Anzeigen auf Websites, in mobilen Apps, in Videocontent oder innerhalb einzelner Werbeformate geschaltet werden.

Post-Roll (Post-Roll-Werbung)

Was ist Post-Roll (Post-Roll-Werbung)?

Post-Roll (Post-Roll-Werbung) erscheint direkt nach dem Hauptvideo. Da sie den Content nicht unterbricht, eignet sie sich ideal für Call-to-Actions, da Zuschauer hier eher reagieren. Verfügbar auf Desktop, Mobile, Tablet und Smart-TV.

Pre-Roll (Pre-Roll-Anzeigen)

Was ist Pre-Roll (Pre-Roll-Anzeigen)?

Pre-Roll (Pre-Roll-Anzeigen) wird vor dem Hauptcontent abgespielt. Da sie nicht unterbricht, wirkt sie weniger aufdringlich und steigert Markenbekanntheit, Engagement, Sympathie und Kaufabsicht. Verfügbar auf Desktop, Mobile, Tablet und Smart-TV.

Prebid-Anbieter

Was ist ein Prebid-Anbieter?

Prebid-Anbieter sind externe Dienstleister, die in programmatischen Werbeökosystemen zur Optimierung der zielgruppenspezifischen Ausspielung von Werbemitteln beitragen. Sie stellen Technologien und Datenlösungen bereit, die eine präzisere Adressierung und Validierung der Zielgruppe ermöglichen. Zu den relevanten Akteuren in diesem Bereich zählen unter anderem Integral Ad Science (IAS), AdSquare und die Oracle Data Cloud (ODC).

Prebid-Kosten

Was sind Prebid-Kosten?

Die Prebid-Kosten bezeichnen die Aufwendungen, die im Rahmen der Inanspruchnahme von Prebid Services anfallen. Gegenwärtig umfassen diese Kosten insbesondere die Gebühren für die Dienstleistungen der Anbieter Integral Ad Science (IAS) und AdSquare.

Preferred Deal

Was ist ein Preferred Deal?

Ein Preferred Deal ist eine programmatische Transaktionsform, die durch folgende Merkmale charakterisiert ist: die exklusive Vereinbarung mit einem einzelnen Publisher, den Zugang zu garantiertem Werbeinventar, eine feste Preisstruktur sowie die Beschränkung auf einen einzelnen Käufer.

Premium Video-on-Demand (PVOD)

Was ist Premium Video-on-Demand (PVOD)?

Premium Video-on-Demand (PVOD) stellt eine erweiterte Form des transaktionsbasierten Video-on-Demand-Angebots dar, bei der Nutzern gegen einen erhöhten Einzelpreis selektive, häufig zeitlich limitierte Premium-Inhalte bereitgestellt werden. Dieses Distributionsmodell ermöglicht es Inhalteanbietern, besonders hochwertige oder exklusive audiovisuelle Inhalte – etwa Vorabveröffentlichungen (Early Access) oder Live-Events mit hoher gesellschaftlicher oder kommerzieller Relevanz – außerhalb regulärer Auswertungsfenster zu monetarisieren. Typische Anwendungsbeispiele sind der kostenpflichtige Zugang zu sportlichen Großereignissen oder exklusiven Live-Übertragungen wie Preisverleihungen, wobei der Zugang in der Regel auf ein einmaliges Nutzungserlebnis beschränkt ist.

Private Auction

Was ist eine Private Auction?

Eine Private Auction ist eine programmatische Auktionsform, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet: die Beteiligung eines einzelnen Publishers, den Zugang zu nicht garantiertem Werbeinventar, die Anwendung von First- oder Second-Price-Auktionsmechanismen sowie eine selektive Gruppe zugelassener Kaufinteressierter.

Private Marketplace (PMP)

Was ist ein Private Marketplace (PMP)?

Ein Private Marketplace (PMP) ist eine kontrollierte Werbeplattform, die von einem Verlag betrieben wird. Nur ausgewählte Werbetreibende oder DSPs erhalten Zugang und können an exklusiven Auktionen (Closed Auctions) teilnehmen. Die Konditionen – wie Mindestpreise – werden individuell festgelegt.

Unterschied zu Open Exchanges: Im Gegensatz zu offenen Werbebörsen ist ein PMP nicht für alle zugänglich. smartclip arbeitet ausschließlich mit PMPs.

Product Placement

Was ist Product Placement?

Product Placement (auch Produktplatzierung oder Embedded Marketing) bezeichnet die gezielte Integration von Markenprodukten in verschiedene Medienformate, um deren Wahrnehmung durch das Publikum zu steigern. Es ist ein Bestandteil der integrierten Kommunikationsstrategie von Unternehmen und findet Anwendung in Film- und Fernsehproduktionen, Hörfunk, Printmedien, Musik, Comics, Videospielen, Videoclips und weiteren medialen Kontexten. Die Implementierung erfolgt in der Regel gegen finanzielle oder materielle Gegenleistungen.

Im medienwissenschaftlichen Sinne umfasst Produktplatzierung die bewusste Einbindung von Markennamen, Produkten, Verpackungen, Dienstleistungen oder Unternehmenslogos in Massenmedien, wobei eine subtile Integration angestrebt wird, um die Akzeptanz der Rezipienten nicht zu beeinträchtigen. In Deutschland ist Produktplatzierung unter bestimmten Rahmenbedingungen zulässig, etwa in Form der sogenannten Produktbeistellung, bei der Unternehmen ihre Produkte als Produktionshilfe unentgeltlich für Film- und Fernsehproduktionen bereitstellen (z. B. Fahrzeuge oder Software).

Nicht zulässige Formen der Produktplatzierung, die als Schleichwerbung klassifiziert werden, sind dadurch gekennzeichnet, dass die präsentierten Produkte oder Marken keinen dramaturgisch notwendigen Bezug zur Handlung aufweisen. Solche Praktiken sind medienrechtlich reguliert und können wettbewerbsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Programmatic Advertising (Programmatische Werbung)

Was ist Programmatic Advertising (Programmatische Werbung)?

Programmatic Advertising (Programmatische Werbung) bezeichnet den automatisierten Kauf, Verkauf und die Auslieferung von Werbeflächen über Technologieplattformen (z. B. DSP, SSP, Ad Exchange, DMP). Algorithmen steuern den Prozess, sodass Werbetreibende und Verlage relevante Anzeigen in Echtzeit und über mehrere Kanäle schalten können – optimiert für alle Beteiligten, inklusive der Nutzer.

Unterschied zum manuellen Kauf: Im Gegensatz zu direkten Verträgen mit Verlagen erfordert programmatische Werbung weniger manuellen Aufwand, allerdings bleiben Aufgaben wie KPI-Festlegung, Parameteranpassung und Erfolgsmessung menschliche Verantwortung.

Formen:

  • Direktkauf (programmatisch garantierte Deals)
  • Echtzeit-Auktionen (RTB)

Programmatic Guaranteed Deal

Was ist ein Programmatic Guaranteed Deal?

Ein Programmatic Guaranteed Deal ist eine programmatische Buchungsform, die durch folgende Merkmale charakterisiert ist: die direkte Vereinbarung mit einem einzelnen Publisher, den exklusiven Zugriff auf garantiertes Werbeinventar, eine feste Preisstruktur sowie eine selektiv festgelegte Gruppe an Kaufinteressierten.

Programmatic Guaranteed Deal / PG-Deal (Programmatisch garantierte Vereinbarung)

Was ist ein Programmatic Guaranteed Deal / PG-Deal (Programmatisch garantierte Vereinbarung)?

Ein Programmatic Guaranteed Deal / PG-Deal (Programmatisch garantierte Vereinbarung) ist eine direkte 1:1-Vereinbarung zwischen Werbetreibendem und Verlag. Beide Seiten verpflichten sich vertraglich:

  • Der Werbetreibende kauft eine feste Anzahl an Impressionen zum vereinbarten Preis.
  • Der Verlag liefert diese Impressionen und berechnet den festgelegten Preis.

Programmatic TV

Was ist Programmatic TV?

Programmatic TV ist die einfache Möglichkeit, programmatisch reichweitenstarke TV-Werbung zu buchen. Programmatic TV vereint somit das einfache und zielgenaue Einplanen und Aussteuern von Media mit der extrem hohen Reichweite von TV-Werbung.

Programmatic TV (Programmatisches TV)

Was ist Programmatic TV (Programmatisches TV)?

Programmatic TV (Programmatisches TV) bezeichnet den technologiebasierten, automatisierten Kauf, die Planung, Messung und Optimierung von TV-Werbung über datengesteuerte Plattformen (z. B. DSPs). Es überträgt die Vorteile digitaler Werbung auf klassisches TV:

  • Flexibilität: Kampagnen lassen sich in Echtzeit anpassen – anders als bei manuellen Buchungen.
  • Zielgenauigkeit: Anzeigen werden basierend auf Prognosen zur Zuschauerzusammensetzung in klassischen Werbeblöcken geschaltet.
  • Effizienz: Reduziert Streuverluste und steigert die Kampagnenwirkung.

Unterschied zu Addressable TV: Während programmatisches TV Anzeigen für das gesamte Publikum eines Programms ausspielt, ermöglicht Addressable TV eine individuelle Ansprache einzelner Zuschauer auf Geräteebene – basierend auf Echtzeitdaten.

Einsatzbereiche:

  • Lineares TV (klassische Werbeblöcke)
  • Connected TV (Streaming über Smart-TVs, Mobile, PC)
  • On-Demand-Inhalte (z. B. über Set-Top-Boxen)

Programmatisch bzw. klassisch buchbare Microsite

Was ist eine programmatisch bzw. klassisch buchbare Microsite?

Eine Landingpage (auch Zielseite oder seltener Marketingpage) bezeichnet eine gezielt gestaltete Webpräsenz, die nach der Interaktion mit einem digitalen Werbemittel oder einem Suchmaschineneintrag aufgerufen wird. Sie ist strategisch auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe sowie die in der Werbekommunikation gesetzten Ziele optimiert und stellt ein zentrales Instrument des Online-Marketings dar.

Kernmerkmal einer Landingpage ist die fokussierte Präsentation eines spezifischen Angebots, das ohne ablenkende Elemente kommuniziert wird. Eine essenzielle Komponente bildet dabei die Integration eines interaktiven Response-Elements (z. B. Anfrageformular, Verlinkung zu einem Webshop oder Call-Back-Button), das eine unmittelbare und nutzerfreundliche Konversion ermöglicht.

Microsites können ähnlich wie Landingpages vom bzw. für den Werbenden individuell gestaltet werden.

Programmierschnittstelle (Application Programming Interface - API)

Was ist eine Programmierschnittstelle (Application Programming Interface - API)?

Eine Programmierschnittstelle (API) ist ein klar definiertes Regelwerk, das Softwareanwendungen den automatischen Austausch von Daten und Funktionen ermöglicht. Als digitale Schnittstelle gibt eine API nur die für eine Anfrage notwendigen Informationen weiter. In der digitalen Werbung vernetzen APIs Adtech-Plattformen und machen Daten aus mehreren Systemen in einer Oberfläche nutzbar.

Publisher

Was ist ein Publisher?

Unter einem Publisher wird ein Inventargeber verstanden. Jeder, der einen Werbeplatz anbietet, ist somit ein Publisher und somit die Marktgegenseite zum Werbetreibenden.

Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde)

Was sind Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde)?

Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde) misst die Anzahl der Anfragen, die ein Server pro Sekunde verarbeitet. Der Wert zeigt, wie stark ein System – etwa eine Suchmaschine oder Datenbank – ausgelastet ist und welche Kapazität es hat.

Bedeutung für digitale Werbung: Hohe QPS-Werte bei Werbenetzwerken oder Börsen signalisieren Werbetreibenden nicht nur eine große Reichweite, sondern auch die Fähigkeit, die Nachfrage effizient zu bedienen.

Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde / QPS)

Was ist Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde / QPS)?

Queries Per Second / QPS (Abfragen pro Sekunde / QPS) misst die Anzahl der Anfragen, die ein Server pro Sekunde verarbeitet. Der Wert zeigt, wie stark ein System – etwa eine Suchmaschine oder Datenbank – ausgelastet ist und welche Kapazität es hat.

Bedeutung für digitale Werbung: Hohe QPS-Werte bei Werbenetzwerken oder Börsen signalisieren Werbetreibenden nicht nur eine große Reichweite, sondern auch die Fähigkeit, die Nachfrage effizient zu bedienen.

SafeFrame

Was ist SafeFrame?

SafeFrame ist ein IAB-Standard, der eine kontrollierte Interaktion und Messung von Drittanbieter-Werbung innerhalb des Verlagsinhalts ermöglicht. Dabei handelt es sich um einen iFrame-Container, der über eine API gesteuert wird. Diese API definiert klare Regeln, die eine sichere und reibungslose Interaktion zwischen dem Seiteninhalt und dem Werbeinhalt im iFrame ermöglichen.

Verlage integrieren SafeFrame-iFrames auf ihren Webseiten. Die API-Regeln stellen sicher, dass der Verlag die Kontrolle über das Seitenlayout, die Nutzererfahrung und den Datenschutz behält. Gleichzeitig ermöglichen sie interaktive Werbeformate und stellen Werbetreibenden die notwendigen Daten für die Kampagnenauslieferung und -messung zur Verfügung.

Seats

Was ist Seats?

Ein Seat bezeichnet eine Gruppe von Käufer-IDs, die Käufer in programmatischen Werbeumfeldern identifizieren. Wenn ein neuer Käufer über eine DSP (Demand-Side-Plattform) an einer Auktion teilnimmt, wird ihm eine eindeutige Käufer-ID zugewiesen.

Damit Gebote von einer SSP (Supply-Side-Plattform) nur an zugelassene (whitelisted) Käufer gesendet werden, ist jede Käufer-ID einem Seat-Account auf der SSP zugeordnet. Ein Seat-Account kann mehrere DSP-Anbindungen umfassen und somit mehrere Käufer-IDs verwalten.

Second-Party Data (Daten von Dritten)

Was ist Second-Party Data (Daten von Dritten)?

Second-Party Data (Daten von Dritten) entstehen, wenn eine Organisation ihre Erstparteidaten vertraglich mit einer anderen Organisation teilt – etwa mit einem strategischen Partner oder einer Schwestermarke. Diese Daten werden zweckgebunden und auf vertraglicher Basis weitergegeben.

Second-Price Auction

Was ist Second-Price Auction?

Bei einer Second-Price Auction gewinnt das höchste Gebot, der Käufer zahlt jedoch nur den Betrag des zweithöchsten Gebots zuzüglich eines Cents. Beispiel: Bietet Käufer A 2,50 € und Käufer B 3,00 €, zahlt Käufer B nur 2,51 €.

Vorteile für Werbetreibende: Sie können ihr maximales Budget bieten, ohne mehr als den Marktpreis zu zahlen.

Private Zweitpreisauktion: Diese Auktionsform ist exklusiv und steht nur ausgewählten Werbetreibenden offen, die vom Publisher eingeladen werden.

Second-Price Public Auction

Was ist Second-Price Public Auction?

Eine Second-Price Public Auction (öffentliche Zweitpreisauktion) folgt dem Prinzip der Zweitpreisauktion, ist jedoch für alle Werbetreibenden zugänglich, die eine DSP nutzen – nicht nur für ausgewählte oder eingeladene Teilnehmer.

Server-Side Ad Insertion (SSAI)

Was ist Server-Side Ad Insertion (SSAI)?

Server-Side Ad Insertion (SSAI) (auch dynamische Anzeigeneinblendung genannt) ermöglicht die nahtlose Integration von Werbespots in gestreamte Inhalte auf internetfähigen Geräten.

Funktionsweise: Nutzer streamen Inhalte über ein Content Delivery Network (CDN). Bei einer Werbepause fordert der SSAI-Server Anzeigen von Drittanbietern an und fügt diese ohne Qualitätsverlust (gleiche Bitrate, Bildrate und Lautstärke) direkt in den Stream ein. Das Ergebnis: eine unterbrechungsfreie Wiedergabe, ähnlich klassischer TV-Werbung.

Vorteile: Durch Partnerschaften – etwa mit Yospace – lässt sich SSAI nutzen, um TV-Spots dynamisch in OTT- und Web-Streams einzubinden und so die Vermarktung linearer Inhalte zu optimieren.

Set-Top-Box

Was ist eine Set-Top-Box?

Eine Set-Top-Box ist ein TV-Gerät, das an einen Fernseher angeschlossen wird und dessen Fähigkeiten erweitert. Set-Top-Boxen werden hauptsächlich zum Streamen von Filmen, Serien und Musik verwendet. Beispiele für solche Geräte sind Apple TV oder Amazon Fire TV. Set-Top-Boxen können durch ein IP-Signal oder ein Antennen-Signal gespeist werden, je nachdem, wie sie ausgestattet sind.

Set-Top-Box (STB)

Was ist Set-Top-Box (STB)?

Eine Set-Top-Box (STB) ist ein Gerät, das Fernsehsignale (Kabel, Satellit, digital oder Internet) empfängt, decodiert und für die Wiedergabe auf dem TV aufbereitet.

Funktionen: Ursprünglich für analoges Kabelfernsehen entwickelt, unterstützen moderne STBs heute digitale Signale, Kabel-/Satelliten-TV sowie Internetdienste. Manche Modelle verfügen über einen integrierten Festplattenrekorder (DVR) zur Aufnahme von Inhalten.

Hinweis: Der Name "Set-Top" stammt daher, dass diese Geräte früher auf älteren, sperrigen Fernsehern platziert wurden. Heute werden sie oft auch als Receiver bezeichnet.

Shoppable Ads

Was sind Shoppable Ads?

Shoppable Ads als Schnittstelle zwischen Werbung und E-Commerce in digitalen Plattformökonomien

Shoppable Ads bezeichnen ein interaktives Werbeformat, das die direkte Integration von Kaufprozessen in digitale Anzeigenumgebungen ermöglicht. Sie stellen eine konvergente Verbindung zwischen der Produktwahrnehmung im Werbekontext und dem unmittelbaren Erwerb dar, indem sie Nutzern erlauben, Produkte ohne Medienbruch direkt innerhalb der jeweiligen Plattform zu kaufen. Dieses Format verkörpert die zunehmende Verschmelzung von Werbung, User Experience und transaktionaler Funktionalität im digitalen Raum.

Funktionale Merkmale von Shoppable Ads

Integrierter Kaufvorgang innerhalb der Anzeige

Das zentrale Charakteristikum von Shoppable Ads besteht in der Eliminierung klassischer Weiterleitungsschritte zum externen Online-Shop. Der gesamte Kaufprozess – von der Produktinformation bis zum finalen Checkout – ist in die Anzeige selbst eingebettet und wird innerhalb der Plattformumgebung abgewickelt.

Visuelle und produktorientierte Gestaltung

Im Gegensatz zu rein textbasierten Werbeformen zeichnen sich Shoppable Ads durch eine visuell ansprechende und stark produktzentrierte Aufbereitung aus. Typischerweise umfassen sie Produktabbildungen, Markenzeichen (Logos), Titelbezeichnungen, Preisinformationen sowie interaktive Kaufbuttons.

Reduktion der Transaktionsschritte

Der Nutzerpfad wird durch Shoppable Ads signifikant verkürzt: Produkte lassen sich mit wenigen Klicks in den Warenkorb legen oder unmittelbar erwerben. Diese Effizienzsteigerung im Kaufprozess trägt maßgeblich zur Optimierung der Conversion Rate bei.

Multiplattform-Fähigkeit und Distributionskanäle

Shoppable Ads sind auf einer Vielzahl digitaler Plattformen implementierbar, darunter Google Shopping, Instagram, Facebook und YouTube. Die jeweiligen Umsetzungen variieren dabei in ihrer funktionalen Ausgestaltung, verfolgen jedoch ein gemeinsames Ziel: die Konversion innerhalb der Plattform zu maximieren.

Ökonomische und kommunikative Vorteile

Aus Sicht der werbetreibenden Unternehmen bieten Shoppable Ads mehrere strategische Vorteile. Sie senken die Hürde für Kaufentscheidungen, erhöhen die Transaktionswahrscheinlichkeit und verbessern die Messbarkeit der Werbewirkung durch direkt quantifizierbare Nutzeraktionen. Darüber hinaus erlauben sie eine effizientere Allokation von Werbebudgets im Rahmen performancebasierter Marketingstrategien und tragen zur Optimierung der Customer Journey bei, indem sie den Weg vom Produktimpuls bis zur Kaufhandlung verkürzen und gleichzeitig emotionalisierend wirken.

Shoppable TV

Was ist Shoppable TV?

Shoppable TV: Zur Konvergenz von audiovisuellen Inhalten und interaktivem E-Commerce

Der Begriff Shoppable TV beschreibt die konvergente Integration interaktiver E-Commerce-Funktionalitäten in klassische Fernsehformate und Streaming-Dienste. Dieses Modell ermöglicht es Rezipient:innen, unmittelbar während der Rezeption audiovisueller Inhalte Konsumentscheidungen zu treffen und Produkte direkt über den Bildschirm zu erwerben. Durch die Verschmelzung von Unterhaltungsangebot und digitalem Handel entsteht ein medientechnologisch fundiertes Nutzungserlebnis, das ohne mediale Disruption auskommt und eine nahtlose Customer Journey gewährleistet.

Funktionsweise von Shoppable TV

1. Interaktive Werbeformate: Im Rahmen werbetheoretischer und -praktischer Entwicklungen werden zunehmend Werbespots konzipiert, die interaktive Elemente wie eingebettete Produktinformationen, klickbare Overlays oder QR-Codes enthalten. Diese verlinken die Zuschauerschaft direkt mit externen Online-Shops oder In-App-Kaufumgebungen.

2. Direkte Kaufoptionen während der Rezeption: Mittels Fernbedienung, Sprachsteuerung oder mobiler Endgeräte können Nutzer:innen Produkte, die im laufenden Programm beworben oder dargestellt werden, in Echtzeit erwerben. Die Transaktion erfolgt ohne Unterbrechung der audiovisuellen Darbietung.

3. Personalisierung des Einkaufserlebnisses: Durch den Einsatz datenbasierter Recommendation-Systeme und semantischer Analyseverfahren lassen sich Produkte und Angebote in Echtzeit individualisieren. So entsteht ein personalisiertes Shopping-Erlebnis, das auf den Nutzungsverlauf, Interessenprofile und demografische Daten der Rezipient:innen abgestimmt ist.

Strategische Potenziale und Implikationen

Nahtlose Integration in den Rezeptionsprozess: Shoppable TV realisiert einen medienübergreifenden E-Commerce-Ansatz, der den Übergang zwischen Rezeption und Transaktion aufhebt. Dies reduziert die Abbruchwahrscheinlichkeit im Kaufprozess erheblich und erhöht die Conversion Rate signifikant (vgl. Shopify).

Erhöhte Relevanz und Werbewirksamkeit: Die Kontextualisierung von Produktempfehlungen innerhalb narrativer oder dokumentarischer Inhalte ermöglicht eine hohe inhaltliche Passung und steigert die emotionale Resonanz sowie die Werbewirkung (vgl. MIPBlog).

Steigerung von Engagement und Interaktion: Shoppable TV etabliert neue Formen der Zuschauerbindung, indem es passive Rezeption durch interaktive Komponenten ergänzt. Die Einbindung in den Rezeptionsfluss fördert eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Inhalt sowie den beworbenen Produkten.

Zusätzliche Erlösmodelle für Medienanbieter: Die Monetarisierung erfolgt nicht ausschließlich über klassische Werbeplätze, sondern durch direkte Umsatzbeteiligung an Verkaufsprozessen. Dies eröffnet neue Erlöskanäle sowohl für Broadcaster als auch für Streaming-Plattformen (vgl. MIPBlog).

Datengenerierung und Optimierungspotenziale: Die Implementation von Shoppable-TV-Systemen erlaubt die umfassende Analyse des Nutzerverhaltens in Echtzeit. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf Konsumpräferenzen ziehen und sowohl Werbeinhalte als auch Produktplatzierungen dynamisch anpassen (vgl. Shopify).

Praxisbeispiele

QR-Code-basierte Werbung: Zahlreiche Unternehmen integrieren QR-Codes in ihre TV-Kampagnen, über die Zuschauer:innen mit mobilen Endgeräten direkt auf spezifische Produktseiten weitergeleitet werden (vgl. Langendijk, Medium).

Interaktive Werbeeinblendungen: Einblendungen während laufender Inhalte ermöglichen eine unmittelbare Navigation zu Produktangeboten ohne Medienbruch (vgl. Shopify).

Shopping-Apps für Smart-TVs: Die zunehmende Integration von E-Commerce-Anwendungen in Smart-TV-Ökosysteme eröffnet Möglichkeiten für den direkten Kaufabschluss innerhalb des Empfangsgeräts (vgl. B1 SmartTV).

Site Fraud Status (Betrugsstatus einer Website)

Was ist Site Fraud Status (Betrugsstatus einer Website)?

Site Fraud Status (Betrugsstatus einer Website) gibt an, ob Werbeeindrücke auf Seiten geschaltet wurden, die bereits durch Werbetäuschung aufgefallen sind. Dazu zählen z. B. versteckte Anzeigen, nicht-menschlicher Traffic oder das Aufblähen von Impressionen.

Smart-TV

Was ist Smart-TV?

Die Begrifflichkeit Smart-TV bezieht sich auf einen Fernseher, der über eine integrierte Internetverbindung verfügt. Diese Art von Geräten kann von verschiedenen Herstellern produziert werden und kann unterschiedliche Betriebssysteme besitzen, wie zum Beispiel Android TV, Tizen, FirefoxOS, WebOS, My Home Screen und Smart Portal.

Sophisticated Bot

Was ist Sophisticated Bot?

Ein Sophisticated Bot ist ein Programm, das automatisiert Aufgaben ausführt – ohne direkte menschliche Steuerung. Solche Bots imitieren menschliches Verhalten, z. B. durch das Anzeigen oder Klicken von Werbung, das Abspielen von Videos oder das Ausfüllen von Formularen.

Häufig werden sie für betrügerische Zwecke eingesetzt, etwa zur Generierung gefälschter Impressionen, Klicks oder Views. Über Malware infizieren sie Geräte und arbeiten im Hintergrund, ohne Wissen des Nutzers. Oft agieren sie als Teil eines Botnetzes, um großangelegte Manipulationen durchzuführen. Da sie nicht auf der IAB/ABC-Liste bekannter Bots geführt werden, sind sie schwer zu erkennen.

Sophisticated Invalid Traffic (SIVT)

Was ist Sophisticated Invalid Traffic (SIVT)?

Sophisticated Invalid Traffic (SIVT) ist eine von zwei Arten ungültigen Traffics (IVT) und schwerer zu erkennen als allgemeiner ungültiger Traffic (GIVT). Die Identifizierung erfordert fortschrittliche Analysen und oft manuelles Eingreifen.

Ursachen für SIVT:

  • Technisch: Ungenannte Bots, Server-Netzwerke, falsch integrierte Werbetags oder versteckte Anzeigen.
  • Menschlich: Fehler bei der Angabe der Traffic-Quelle oder absichtliche Täuschung (z. B. durch schädliche Bots, Click-Fraud, Domain-Spoofing oder manipulierte Geräte).

SIVT kann sowohl unbeabsichtigt als auch betrügerisch sein.

Spot – Programmatisch bzw. klassisch buchbarer Spot

Was ist ein programmatisch bzw. klassisch buchbarer Spot?

Unter einem klassisch bzw. programmatisch buchbaren Spot werden Video-Werbemittel verstanden, die mit DAI oder DAS im Content eingefügt oder ersetzt werden können. Diese Werbeform ist aus dem klassischen TV- und der Instream-Video-Vermarktung bekannt. Weitere Informationen unter DAI bzw. DAS.

Subscription-based Video on Demand (SVOD)

Was ist Subscription-based Video on Demand (SVOD)?

Subscription-based Video on Demand (SVOD) bezeichnet Streamingdienste, die Nutzern gegen eine regelmäßige Gebühr Zugriff auf ein On-Demand-Angebot bieten – werbefrei und auf verschiedenen Geräten (TV, Smartphone, PC etc.).

Merkmale:

  • Einnahmen: Durch Abonnementgebühren, keine Werbung.
  • Inhalte: Eigenproduktionen und lizenzierte Titel.
  • Abonnement: Automatische Verlängerung, meist ohne langfristige Bindung.

Wettbewerbsstrategien:

  • Exklusive oder Nischeninhalte
  • Kostenlose Testphasen
  • Günstige Preise oder gestaffelte Abonnements
  • Hybride Modelle (z. B. mit werbefinanzierten Optionen)

Beispiele: Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, DAZN, Apple TV+.

Supply-Side-Plattform (SSP)

Was ist Supply-Side-Plattform (SSP)?

Eine Supply-Side-Plattform (SSP) ist eine zentrale AdTech-Software für Verlage, um ihre Werbeinventare zu verwalten, zu optimieren und zu analysieren.

Funktionen:

  • Verbindung zu mehreren AdTech-Plattformen (z. B. Werbenetzwerke, Börsen, DSPs).
  • Automatisierter Verkauf von Restinventar über RTB-Auktionen.
  • Direkte Geschäfte mit Werbetreibenden.
  • Steuerung von Zugang, Mindestpreisen und Zielgruppen.
  • Effizienzsteigerung durch Automatisierung und detaillierte Berichte.

Ziel: Maximale Erlöse und Kontrolle über den gesamten Werbeverkaufsprozess.

Surf and Click Farms (Surf- und Klickfarmen)

Was ist Surf and Click Farms (Surf- und Klickfarmen)?

Surf and Click Farms (Surf- und Klickfarmen) sind Operationen, bei denen Personen bezahlt oder gezwungen werden, Websites zu besuchen, um künstliche Anzeigenaufrufe und Klicks zu erzeugen. Oft handelt es sich um groß angelegte, organisierte Operationen, die bei Aufdeckung gelegentlich medial thematisiert werden.

Surfbars

Was ist Surfbars?

Surfbars sind Programme, die automatisch zusätzliche Websites im Hintergrund laden, während der Nutzer eine eigentliche Seite besucht. Diese künstlich generierten Seitenaufrufe zählen zu nicht-menschlichem SIVT, da der Nutzer die geladenen Inhalte weder sieht noch aktiv nutzt.

SVOD

Was ist SVOD?

SVOD, auch als Subscription-Video-on-Demand bezeichnet, wird ein abonnementfinanziertes Bewegtbildangebot bezeichnet, wie z. B. die Angebote von Netflix, Prime Video, Disney+ bzw. Apple TV+.

Im Unterschied zu AVOD enthält SVOD keine Werbung.

SVOD / Subscription-Video-on-Demand ist eine Untermenge von VOD (Video-on-Demand).

Switch-In

Was ist ein Switch-in?

Die Werbeform Switch-In ermöglicht es Unternehmen, die keine eigenen TV-Spots haben, die Möglichkeiten von Addressable TV zu nutzen. Die Werbung wird während des laufenden Programms gespielt, wenn der Zuschauer umschaltet. Bei der Buchung von Switch-in-Formaten (Classic, XXL, Freestyle) stehen dem Werbetreibenden verschiedene Optionen zur Verfügung. Die Switch-in-Formate können als reines Branding-Format ohne Interaktion betrachtet werden. Es ist auch möglich, Interaktionen in den Switch-ins zu integrieren, wie eine Microsite (Click-to-Microsite) oder ein Video (Click-to-Video).

  • siehe auch Microsite
  • siehe auch Addressable TV

Tags in der digitalen Werbung

Was ist Tags in der digitalen Werbung?

Tags in der digitalen Werbung sind Code-Snippets (z. B. JavaScript, HTML, iFrames), die auf Webseiten eingebettet werden. Sie haben folgende Funktionen:

  • Anfragen an Drittsysteme senden oder Daten übermitteln,
  • Anzeigenaufrufe auslösen und relevante Werbung liefern,
  • Nutzerdaten erfassen,
  • Inhalte kategorisieren, um sie über Suchmaschinen auffindbar zu machen.

Targeted Audience Buying (Zielgruppenkauf)

Was ist Targeted Audience Buying (Zielgruppenkauf)?

Beim Targeted Audience Buying (Zielgruppenkauf) erwerben Werbetreibende bestimmte Zielgruppensegmente, um gezielt Nutzer anzusprechen. Mithilfe von First- und Third-Party-Daten sowie programmatischen Plattformen können sie passende Segmente auswählen und gezielte Kampagnen starten.

Tausendkontaktpreis (TKP)

Was ist der Tausendkontaktpreis (TKP)?

Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) ist eine wichtige Kennzahl in der Mediaplanung, die angibt, wie viel Geld für eine Werbemaßnahme ausgegeben werden muss, um tausend Personen einer Zielgruppe durch Sichtkontakt zu erreichen. Der Tausend-Kontakt-Preis wird auch als Tausenderpreis, Tausenderkontaktpreis, Tausend Ad Impressions (TAI) oder Cost-per-Mille (CPM) bezeichnet.

Bezogen auf Ad Impressions, sind es die Kosten, die für die Buchung von 1.000 Ad Impressions anfallen.

Themen-Channels (Themen-Kanäle)

Was sind Themen-Channels (Themen-Kanäle)?

Themen-Channels (Themen-Kanäle) sind Sendekanäle, die einen begrenzten Fokus haben, wie zum Beispiel Sport, Wintersport oder noch spezieller Skisport. Meist werden diese Themen-Channels als FAST-Channels angeboten. Sie eignen sich besonders für enger begrenzte Zielgruppen, denen im jeweiligen Themenumfeld gezielt Angebote zu diesem Thema ausgespielt werden können.

Third-Party-Cookies (Drittanbieter-Cookies)

Was ist Third-Party-Cookies (Drittanbieter-Cookies)?

Third-Party-Cookies (Drittanbieter-Cookies) sind kleine Textdateien, die nicht von der besuchten Website, sondern von Dritten (z. B. Werbenetzwerken oder Datenaggregatoren) auf dem Gerät des Nutzers gespeichert werden. Sie dienen vor allem der Nutzerverfolgung und zielgerichteten Online-Werbung.

Third-Party Data (Drittanbieter-Daten)

Was ist Third-Party Data (Drittanbieter-Daten)?

Third-Party Data (Drittanbieter-Daten) sind aggregierte Informationen, die von externen Anbietern gesammelt, aufbereitet und an Unternehmen verkauft werden. Diese Anbieter haben keinen direkten Kontakt zu den Nutzern, sondern beziehen die Daten aus verschiedenen Quellen – etwa über Third-Party-Cookies.

Die Daten werden oft in zentralen Systemen wie Data-Management-Plattformen (DMPs) gespeichert und nach Merkmalen wie Demografie, Interessen oder Verhalten kategorisiert. So ermöglichen sie Unternehmen eine zielgenaue Ansprache spezifischer Nutzersegmente.

Total Video based on CFlight

Was ist Total Video based on CFlight?

Total Video based on CFlight ist eine innovative Lösung für crossmediale Kampagnen. TV- und Digital-Media werden auf eine einheitliche Kontaktqualität abgestimmt. Dabei wird nur für garantierte Zielgruppenkontakte bezahlt, allerdings die volle Reichweitenkraft für Video-Kampagnen bereitgestellt.

» weitere Informationen zu Total Video based on CFlight (Advanced TV / tv triggered performance)

Tracking-Pixel (Marketing-Pixel)

Was ist ein Tracking-Pixel (Marketing-Pixel)?

Tracking-Pixel (Marketing-Pixel) sind unsichtbare 1×1-Pixel-Bilder oder Code-Snippets (HTML/JavaScript), die auf Websites – meist im Footer – eingebettet werden. Sie sammeln Daten über Besucher und deren Verhalten.

Funktionsweise: Beim Seitenaufruf lädt das Pixel Informationen an einen Drittanbieter-Server. Diese Daten ermöglichen:

  • Zielgruppenoptimierung (z. B. Retargeting basierend auf Nutzerverhalten),
  • Konversionsmessung (z. B. Tracking von Bestellbestätigungen),
  • Kampagnenanalyse (z. B. Erfolgsmessung und Quellenverfolgung).

So lassen sich zielgerichtet Anzeigen schalten und Kampagnen effizient steuern.

Trading Desk

Was ist Trading Desk?

Ein Trading Desk organisiert den programmatischen Werbeeinkauf für Marken und Werbetreibende. Er kann entweder agency-intern oder als unabhängiger Dienstleister agieren.

Aufgaben:

  • Einkauf von Werbeinventar über DSPs,
  • Kampagnenmanagement auf verschiedenen Kanälen,
  • Planung, Optimierung und Reporting durch Programmatic-Advertising-Experten.

Traffic Sourcing

Was ist Traffic Sourcing?

Verlage beziehen zusätzlichen Traffic von Dritten, wenn die Nachfrage nach Werbeimpressionen das eigene Besucheraufkommen übersteigt. Dies geschieht oft über externe Verlage oder Traffic-Vermittler, um die vereinbarten Werbeplätze auszuliefern. Diese Praxis bezeichnet man als Traffic-Beschaffung.

Transactional Video on Demand (TVOD)

Was ist Transactional Video on Demand (TVOD)?

Transactional Video on Demand (TVOD) bezeichnet ein Bezahlmodell, bei dem Zuschauer eine einmalige Gebühr entrichten, um Inhalte über ihre internetfähigen Fernsehgeräte zu kaufen oder zu leihen.

Zwei Arten der Transaktion:

  1. Kauf (EST/DTO): Einmalige Zahlung für lebenslangen, unbegrenzten Zugriff.
  2. Leihe (DTR/Ausleihe): Einmalige Zahlung für zeitlich begrenzten Zugriff (z. B. 48 Stunden).

Typische Anwendungen:

  • Premium-Inhalte: Neue Filme oder exklusive Serien.
  • Live-Events: Pay-per-View (PPV) für Sportevents (Boxen, MMA) oder Konzerte.

Unterschied zu SVOD: Bei TVOD zahlt man einmalig für bestimmte Inhalte. Bei SVOD (z. B. Netflix) zahlt man ein monatliches Abo für einen ganzen Katalog.

Vorteile für Anbieter:

  • Höhere Erlösmöglichkeit bei exklusiven Inhalten.
  • Erreichung von Zuschauern, die keine Abos oder Werbung wollen.
  • Oft Teil eines Hybridmodells (HVOD), das TVOD mit SVOD- oder AVOD-Bibliotheken kombiniert, um das Ertragspotenzial zu maximieren.

Beispiele für TVOD-Plattformen: Apple iTunes, Amazon Prime Video (Kauf/Leihe), Google Play, Sky Box Office.

Trustworthy Accountability Group (TAG)

Was ist Trustworthy Accountability Group (TAG)?

Die Trustworthy Accountability Group (TAG) ist eine globale Initiative der American Association of Advertising Agencies, Association of National Advertisers und des Interactive Advertising Bureau (IAB).

Ihr Ziel: Vertrauen stärken, Transparenz erhöhen und Betrug im digitalen Werbemarkt bekämpfen.

TAG vereint führende Marken, Agenturen, Verlage und Adtech-Anbieter. Gemeinsam analysieren sie Risiken, teilen Best Practices, fördern Markensicherheit und bieten Zertifizierungsprogramme an. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem US-Markt.

TV triggered digital Commerce

Was ist TV triggered digital Commerce? / Was ist TV triggered Performance?

Unter TV triggered digital Commerce wird die Verzahnung von TV (Broadcasting) und digitalen Technologien verstanden, mit dem Ziel, Nutzer zu zeitnahen Transaktionen per 2nd Screen zu bewegen. Um TV triggered Maßnahmen umsetzen zu können, ist es nötig, die genaue Zeit zu kennen, zu welcher der Trigger ausgestrahlt wird.

Dabei können TV-Werbespots, Productplacements oder Teleshoppingangebote als Trigger dienen, die per TV gesendet werden.

Welche Advanced-TV triggered-Maßnahmen (Advanced-TV trigger mechanism) gibt es?

» Synchronisation von TV-Spot und Webseiten-Content (Advanced-TV / tv triggered performance)
» Synchronisation von TV-Spot und AdWord-Kampagnen (Advanced-TV / tv triggered performance)
» Synchronisation von TV-Spot und Display-Kampagnen (Advanced-TV / tv triggered performance)

Konkrete Beispiele für TV triggered Maßnahmen

Per herkömmlichem Broadcasting wird ein TV-Werbespot eines Werbetreibenden ausgestrahlt. Ein Fernsehnutzer sieht den TV-Spot und sucht nach dem beworbenen Angebot. Zu diesem Zeitpunkt kann bereits eine AdWords-Kampagne durch den Werbetreibenden so angepasst sein, dass sie mit besonders hohem Budget weit oben in den Suchergebnissen steht, so dass der Nutzer nun direkt diesen anklickt und zum relevanten Verkaufsangebot kommt.

Als Synonym für TV triggered digital Commerce können Begriffe wie TV triggered Performance, TV triggered E-Commerce oder TV triggered Sales genutzt werden.

TVOD (Transactional Video-on-Demand)

Was ist TVOD (Transactional Video-on-Demand)?

TVOD (Transactional Video-on-Demand) bezeichnet ein Geschäftsmodell im Bereich der digitalen Distribution audiovisueller Inhalte, bei dem Nutzerinnen und Nutzer gegen eine einmalige Zahlung Zugang zu einem spezifischen Film oder einer einzelnen Sendung erhalten. Im Gegensatz zu abonnementbasierten Modellen erfolgt die Abrechnung im TVOD-Modell nutzungsabhängig, das heißt, es wird eine transaktionsbezogene Gebühr für den temporären Zugriff auf ein spezifisches Medienprodukt erhoben. Ein gängiges Beispiel hierfür ist das Ausleihen eines Films über Plattformen wie Prime Video, das dem Konsumenten für eine begrenzte Zeitspanne ein einmaliges Seherlebnis ermöglicht.

Transactional Video on Demand (TVOD): Eine Analyse des Modells und seiner Implikationen

Transactional Video on Demand (TVOD) bezeichnet ein Vertriebsmodell im Bereich des digitalen Streamings, bei dem Nutzer einzelne audiovisuelle Inhalte – wie Filme oder Episoden von Serien – gezielt erwerben oder temporär mieten, anstatt ein fortlaufendes Abonnement zu entrichten. Dieses Modell basiert auf dem Prinzip des Pay-per-View bzw. Pay-per-Download und stellt eine alternative Nutzungsform zu abonnementbasierten Angeboten dar.

Vorteile des TVOD-Modells

Maximale Flexibilität: Nutzer erhalten die Möglichkeit, individuell und selektiv Inhalte zu konsumieren, ohne sich an langfristige vertragliche Verpflichtungen binden zu müssen.

Transparente Kostenkontrolle: Die Abrechnung erfolgt ausschließlich für tatsächlich konsumierte Inhalte, wodurch eine präzise Steuerung der Ausgaben ermöglicht wird.

Erweiterte Inhaltevielfalt: TVOD-Plattformen offerieren häufig eine größere Bandbreite an aktuellen und klassischen Titeln als vergleichbare Subscription Video on Demand (SVOD)-Dienste, da sie nicht an bestimmte Katalogbeschränkungen gebunden sind.

Nachteile des TVOD-Modells

Zugriffsbeschränkungen: Nutzer können unter Umständen nicht auf sämtliche Inhalte zugreifen, insbesondere wenn Lizenzen territorial oder zeitlich limitiert sind.

Redundante Erwerbskosten: Eine wiederholte Zahlung kann erforderlich werden, wenn Inhalte auf mehreren Endgeräten oder in unterschiedlichen Formaten genutzt werden sollen.

Preisliche Wettbewerbsnachteile: Im Vergleich zu Abonnementmodellen kann der kumulierte Kostenaufwand bei häufiger Nutzung höher ausfallen, insbesondere bei aktuellen Premiuminhalten.

Relevante TVOD-Plattformen: Prominente Anbieter, die TVOD-Modelle integrieren, sind unter anderem Amazon Prime Video (im Rahmen seiner Pay-per-View-Sektion), YouTube (mit Premium-Content-Angeboten), Apple TV, Google Play Movies & TV sowie Redbox.

Fazit

TVOD stellt ein ökonomisch flexibles Modell für die individuelle Nutzung audiovisueller Inhalte dar. Es ermöglicht eine nutzerspezifische Kostenkontrolle und bietet Zugang zu einem umfangreichen Titelportfolio. Gleichzeitig sind Einschränkungen hinsichtlich der langfristigen Nutzung sowie potenzielle Kostennachteile gegenüber abonnementbasierten Diensten zu berücksichtigen. Vor dem Hintergrund zunehmender Hybridmodelle (z.B. TVOD/SVOD-Kombinationen) bleibt die Entwicklung dieses Marktsegments ein relevantes Untersuchungsfeld für die Medienökonomie und die strategische Plattformpolitik.

Unique Devices

Was sind Unique Devices?

Unique devices steht für eindeutige Geräte. Diese Kennzahl zeigt an, wie viele verschiedene Geräte in einem bestimmten Zeitraum unsere Web-Eigenschaften besuchen. Je nach Implementierung kann dies auch Auswirkungen auf die Sitzungsanalysemetriken haben. Dies wirft natürlich erhebliche Datenschutzbedenken auf. Das Analytics-Team zählt einzelne Geräte pro Projekt, Tag und Monat auf eine Weise, die Benutzer nicht eindeutig identifiziert, Fingerabdrücke hinterlässt oder anderweitig verfolgt.

Unique Visitors (Einzigartige Nutzer)

Was sind Unique Visitors (Einzigartige Nutzer)?

Unique Visitors (Einzigartige Nutzer) messen, wie viele verschiedene Personen eine Website oder Seite innerhalb eines bestimmten Zeitraums mindestens einmal besucht haben.

Beispiel: Besucht eine Person eine Seite am Dienstag mit dem Smartphone, zählt sie als ein einzigartiger Nutzer. Kehrt sie am Donnerstag mit demselben Gerät zurück, wird sie nicht erneut gezählt – anders als bei der Metrik "Besuche".

Die Identifikation erfolgt über IP-Adresse, Gerätekennung, Cookies oder Nutzerkonten.

User-Agent-Spoofing

Was ist User-Agent-Spoofing?

Ein User-Agent enthält Informationen wie Browsertyp, Gerät und Betriebssystem. Websites und Werbeserver nutzen diese Daten, um passende Inhalte (z. B. mobile Optimierung) bereitzustellen.

Spoofing bedeutet, diese Daten zu manipulieren – etwa, um eine Bot-Aktivität als Anfragen von mehreren Geräten zu tarnen. So werden künstlich mehr Impressionen oder Besuche vorgetäuscht.

User Experience (UX)

Was ist User Experience (UX)?

Der Begriff User Experience (UX, deutsch: Nutzererfahrung oder Nutzererlebnis) bezeichnet die Gesamtheit der Wahrnehmungen, Reaktionen und Interaktionen eines Nutzers mit einem Produkt, einer Dienstleistung, einer digitalen Anwendung oder einer physischen Umgebung. UX umfasst sowohl kognitive als auch emotionale Dimensionen der Nutzungserfahrung und ist ein zentraler Aspekt der Produktgestaltung und -optimierung.

Während der Begriff primär im Kontext der Entwicklung und Evaluation digitaler Schnittstellen wie Websites und mobile Applikationen Anwendung findet, erstreckt sich sein Bedeutungsumfang auch auf nicht-digitale Nutzungsszenarien und physische Produkte. Die Optimierung der User Experience zielt darauf ab, die Interaktionseffizienz, Nutzerzufriedenheit und Markenbindung nachhaltig zu verbessern.

Verification Services (Verifikationsdienste für Werbung)

Was sind Verification Services (Verifikationsdienste für Werbung)?

Werbetreibende nutzen Verification Services (Verifikationsdienste für Werbung) als unabhängige Drittanbieter (z. B. Integral Ad Science oder DoubleVerify), um zu prüfen, ob Anzeigen korrekt geschaltet werden. Diese Dienste erkennen ungültigen Traffic (IVT), Betrugsversuche und messen die Sichtbarkeit der Werbung. Sie sorgen dafür, dass Kampagnen die vorgegebenen Kriterien erfüllen.

Verweildauer

Was ist die Verweildauer?

Die Verweildauer ist der Nutzungszeitraum einer Webseite durch einen Besucher.

Video Ad Serving Template (VAST)

Was ist Video Ad Serving Template (VAST)?

Video Ad Serving Template (VAST) ist ein Standard-Protokoll der IAB (seit 2008), das Videoanzeigen von Servern an verschiedene Player und Plattformen ausliefert. Es sorgt für Kompatibilität zwischen Werbeservern und Videoplayer-Umgebungen.

Funktionen von VAST:

  • Steuert Wiedergabezeitpunkt, Call-to-Actions und Überspringbarkeit der Anzeige.
  • Ermöglicht Auslieferung, Messung und Tracking von In-Stream-Videoanzeigen.
  • Unterstützt skalierbare, plattformübergreifende Kampagnen für Werbetreibende.

Einschränkung: VAST erlaubt nur einseitige Kommunikation (Server → Player) und liefert begrenzte Messdaten zurück. Für interaktive Anzeigen (z. B. mit Sichtbarkeitsmessung) wird das VPAID-Protokoll benötigt.

Video-on Demand (VOD)

Was ist Video-on Demand (VOD)?

Unter Video-on-Demand (Video auf Abruf) wird die Bereitstellung von Bewegtbildinhalten per Internet verstanden, die der Endnutzer direkt ansehen oder downloaden kann. Dabei wird bei VOD in AVOD (Advertised-Video-on-Demand) und SVOD (Subscription-Video-on-Demand) unterschieden.

Unter AVOD bzw. Advertised-Video-on-Demand versteht man werbefinanzierte Bewegtbildangebote. Beispiele für AVOD-Angebote sind Netzkino, YouTube bzw. JOYN – Der Superstreamer.

Unter SVOD bzw. Subscription-Video-on-Demand versteht man abonnementfinanzierte Bewegtbildangebote. Beispiele für SVOD-Angebote sind Netflix, Prime Video, Disney+ bzw. Apple TV+.

Video Player-Ad Interface Definition (VPAID)

Was ist Video Player-Ad Interface Definition (VPAID)?

Video Player-Ad Interface Definition (VPAID) ist eine Standard-Schnittstelle der IAB für interaktive Videoanzeigen. Im Gegensatz zu VAST ermöglicht VPAID eine dynamische, bidirektionale Interaktion zwischen Nutzer, Anzeige und Videoplayer.

Möglichkeiten von VPAID:

  • Nutzer können Links anklicken, Formulare ausfüllen, Spiele spielen, Inhalte teilen oder weitere Infos anfordern.
  • Werbetreibende erhalten Daten zu Interaktionen (z. B. Klicks, Zoom, Social Shares).

Einsatz: VAST liefert die Grundfunktionen der Anzeige, während VPAID die interaktiven Elemente ergänzt. So entstehen reichhaltige, nutzeraktive In-Stream-Erlebnisse.

View Through Rate (VTR)

Was ist die View Through Rate (VTR)?

Die View-Through-Rate (VTR) wird berechnet, indem die Anzahl der abgeschlossenen Aufrufe einer Anzeige durch die Anzahl der anfänglichen Impressions geteilt wird. Dieser KPI kann verwendet werden, um den Erfolg einer Videoanzeigenkampagne einzuschätzen, indem angegeben wird, wie viel Zeit die Benutzer mit der Anzeige verbracht haben. Je höher die Rate, desto mehr regt die Anzeige die Zuschauer dazu an, weiterzuschauen.

View-Through-Rate (VTR)

Was ist View-Through-Rate (VTR)?

Die View-Through-Rate (VTR) gibt an, wie viele Nutzer eine Videoanzeige vollständig anschauen – im Verhältnis zu allen Auslieferungen (Impressionen).

Berechnung: VTR = Vollständige Views ÷ Impressionen

Die VTR zeigt, wie engagiert Nutzer mit der Anzeige sind: Je höher der Wert, desto erfolgreicher die Kampagne.

Viewability (Sichtbarkeit)

Was ist Viewability (Sichtbarkeit)?

Die Viewability (Sichtbarkeit) misst, ob eine Anzeige tatsächlich im sichtbaren Bereich des Bildschirms angezeigt wurde – nicht nur geladen.

Standards (MRC/IAB):

  • Display-Anzeigen: Mindestens 50 % der Pixel für 1 Sekunde sichtbar.
  • Video-Anzeigen: Mindestens 50 % der Pixel für 2 durchgehende Sekunden sichtbar.

Die Sichtbarkeit wird als Prozentsatz der Impressionen angegeben und kann als Leistungskennzahl oder Garantie (z. B. vCPM – sichtbare Kosten pro 1.000 Impressionen) abgerechnet werden.

Views (Aufrufe)

Was sind Views (Aufrufe)?

Views (Aufrufe) zählen, wie oft Nutzer Inhalte auf einer Website tatsächlich anschauen.

Standards (MRC/IAB):

  • Videos: Mindestens 2 Sekunden Wiedergabe mit 50 % sichtbarer Pixel.
  • Display-Anzeigen: Mindestens 1 Sekunde mit 50 % sichtbarer Pixel.

Unterschied zu Impressionen: Ein View erfordert tatsächliche Sichtbarkeit, während eine Impression bereits beim Laden zählt – unabhängig davon, ob die Anzeige gesehen wurde.

Virtual Multi-Channel Video Programming Distributor (vMVPD)

Was ist Virtual Multi-Channel Video Programming Distributor (vMVPD)?

Ein Virtual Multi-Channel Video Programming Distributor (vMVPD) (virtueller Mehrkanal-Videoanbieter) streamt lineare TV-Kanäle über das Internet – im Gegensatz zu klassischen Kabel- oder Satellitenanbietern (MVPDs).

Merkmale:

  • Bietet Live-TV und On-Demand-Inhalte (eigene oder aggregierte Streams).
  • Nutzer benötigen kein Kabel oder Satellit, daher oft als "Kabelabschneider" (Cord-Cutter) bezeichnet.

Beispiele: Sling TV, YouTube TV, Fubo, Hulu Live, PlayStation Vue.

Virtuelles Product Placement (VPP)

Virtuelles Product Placement (VPP)

Virtuelles Product Placement (VPP) bezeichnet eine fortschrittliche digitale Werbetechnik, bei der Markenprodukte nachträglich in bestehende audiovisuelle Inhalte integriert werden. Diese Form der werblichen Einbindung kann durch die Platzierung von Produkten, dreidimensionalen Modellen oder digitalen Werbeschildern (Signage) realisiert werden.

Als Teil der dynamischen Werbeintegration ermöglicht VPP eine gezielte, kontextabhängige Anpassung von Markenbotschaften an unterschiedliche Zielgruppen und Distributionskanäle. Durch den Einsatz moderner Technologie wird eine nahtlose und für den Rezipienten unaufdringliche Einbindung gewährleistet, wodurch die Werbewirkung optimiert und die Monetarisierung medialer Inhalte flexibilisiert wird.

Visits (Besuche)

Was sind Visits (Besuche)?

Ein Visit beginnt, wenn ein Nutzer innerhalb eines Angebots eine Page Impression erzeugt. Jede weitere Page Impression, die der Nutzer im Anschluss innerhalb des Angebots erzeugt, wird diesem Visit zugeordnet.

Walled Garden (Geschlossene Plattform)

Was ist Walled Garden (Geschlossene Plattform)?

Ein Walled Garden (Geschlossene Plattform) bezeichnet ein geschlossenes Ökosystem, in dem der Zugriff auf Plattformen, Technologien oder Nutzerdaten stark eingeschränkt wird – meist durch den Betreiber. Im digitalen Werbemarkt gilt der Begriff besonders für Google, Facebook und Amazon.

Funktionsweise:

  • Diese Plattformen sammeln exklusive Nutzerdaten (z. B. Login-Verhalten).
  • Werbetreibende müssen hauseigene Systeme nutzen, um Kampagnen zu schalten.
  • Die Daten bleiben intern – ein Wettbewerbsvorteil für die Betreiber.

Gegenstrategien: Verlage und Adtech-Anbieter schaffen eigene Walled Gardens, indem sie z. B. SSPs, DSPs und Inventare bündeln. Wer dort werben will, muss über das geschlossene System der Allianz buchen.

Waterfall (Kaskaden-Prinzip)

Was ist Waterfall (Kaskaden-Prinzip)?

Verlage verkaufen Premium-Werbeinventar zunächst direkt an Werbetreibende. Nicht verkaufte Plätze werden anschließend nacheinander an Werbenetzwerke weitergegeben – basierend auf einem priorisierten Ranking-System. Dieser Prozess heißt Waterfall (Kaskaden-Prinzip).

Ablauf: Falls das erste Netzwerk keine Anzeige ausliefert, wird automatisch das nächste Netzwerk angefragt – bis eine Anzeige geschaltet wird.

Zweck & Nachteile: Verlage nutzen das Waterfall-Prinzip, um die Nachfragequellen zu priorisieren und die Einnahmen für Restinventar zu maximieren. Allerdings sinkt der Ertrag mit jeder Stufe, und die Ladezeit steigt – was die Verbreitung von Header Bidding vorantreibt.

Website-Traffic (Nutzeraufkommen)

Was ist Website-Traffic (Nutzeraufkommen)?

Website-Traffic (Nutzeraufkommen) bezeichnet die Anzahl der Besucher einer Website oder Seite. Die Herkunft lässt sich unterscheiden in:

  • Bezahlte Quellen (z. B. Anzeigen, E-Mails, Social Media),
  • Organische Suche (z. B. über Suchmaschinen),
  • Direktaufrufe (z. B. nach Offline-Kampagnen).

Die Messung des Traffics ist zentral für Marketingteams, um den Erfolg einzelner Kampagnenmaßnahmen zu bewerten und die Besucheranzahl gezielt zu steigern.